Karl-Heine-Straße

Die Karl-Heine-Straße (amtlicher Straßenschlüssel 05078) ist eine wichtige Verbindungsstraße im Leipziger Westen (Ortsteile Lindenau [Hausnummern 2-112] und Plagwitz [Hausnummern 1-113], Gemarkungen Lindenau und Plagwitz, vgl. Stadtplan bei LVZ-OnlineInternetverbindung erforderlich!).

Die 2.010 m lange Straße beginnt an der Plagwitzer Brücke (über die Weiße Elster) in der Gemarkung Plagwitz und führt geradlinig nach Westen, dabei die von Süden kommenden Nonnenstraße, Kolbestraße, Forststraße und Alte Straße aufnehmend, kreuzt die Erich-Zeigner-Allee und am »Felsenkeller« die Zschocherschen Straße, wendet sich dann in westsüdwestliche Richtung, nimmt die von Norden kommende Birkenstraße auf, bildet den Südrand des Karl-Heine-Platzes, führt von hier an entlang der Gemarkungsgrenze zwischen Plagwitz (im Süden) und Lindenau (im Norden), nimmt die von Süden kommende Walter-Heinze-Straße und die von Norden kommenden Josephstraße und Hähnelstraße auf, kreuzt die Merseburger Straße, nimmt die von Norden kommenden GutsMuthsstraße und Helmholtzstraße auf, überquert den Karl-Heine-Kanal auf der König-Albert-Brücke, kreuzt die Gießerstraße und tritt nun vollständig in die Gemarkung Lindenau, kreuzt hier die Engertstraße, unterquert unter einer Brücke die Zeitzer Eisenbahn und endet schließlich an den Einmündungen der von Nordwesten kommenden Saalfelder Straße (ursprünglich: »Südstraße«, »Eisenbahnstraße«) und der von Südwesten kommenden Spinnereistraße. Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nördlichen Straßenseite. Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.

Das östliche Teilstück der Straße zwischen Zschocherscher Straße und Plagwitzer Brücke wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Plagwitzer Feldflur angelegt und hieß zunächst Leipziger Allee (z.B. 1860) und später Leipziger Straße1).

Haltestellen
Nr. Name Linien
0227 Nonnenstraße  14 
0228 Felsenkeller  14 
0229 Karl-Heine-/ Merseburger Str.  14 
0230 Karl-Heine-/ Gießerstraße  14 

Am 04.06.1872 wurde durch die Leipziger Pferde-Eisenbahn die Plagwitzer Straßenbahntrasse in Betrieb genommen, die die Leipziger Straße von der Plagwitzer Brücke kommend bis zur Kreuzung mit der Zschocherschen Straße befuhr. Am 22.09.1872 wurde die Linie in die nördliche heutige Zschochersche Straße bis zum Gasthof »Drei Linden« in Lindenau verlängert.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde die Leipziger Straße in Plagwitz in Carl-Heine-Straße umbenannt (nach dem Leipziger Rechtsanwalt und Unternehmer Dr. C. Heine, 1819-1888).

In den Jahren 1881/1882 wurde die Plagwitzer Straßenbahntrasse entlang der Albertstraße bis zum neu angelegten Depot Plagwitz verlängert; der Abzweig zum Gasthof »Drei Linden« wurde nun nicht mehr bedient.

Am 09.12.1891 wurde mit Wirkung vom 04.05.1893 beschlossen, auch die in Lindenau befindliche Albertstraße sowie einen Teil der Lindenauer Eisenbahnstraße mit zur Karl-Heine-Straße zu ziehen.

Am 31.10.1896 wurde die Straßenbahntrasse bis an das West-Ende der Karl-Heine-Straße verlängert. Hier biegt sie nach Süden in die Engertstraße.

Vom 09.12.1942 bis zum 24.03.1972 führte eine Obus-Strecke (Linie A) entlang des Westabschnittes der Karl-Heine-Straße. Sie kam aus der südlichen Engertstraße und führte bis zur Saalfelder Straße, in die sie nach Norden einbog.

Seit dem 01.04.1995 gehört der Abschnitt der Karl-Heine-Straße zwischen Zschocherscher Straße und König-Albert-Brücke (Hausnummern 32 bis 76 und 37 bis 91) zum Sanierungsgebiet Plagwitz.

Verschiedene Beobachtungen ließen darauf schließen, dass der Straßenbahnverkehr entlang der Karl-Heine-Straße im Spätsommer 2007 eingestellt werden sollte. Durch bürgerschaftliches Engagement konnte dieses Vorhaben der LVB vorläufig gestoppt werden.

siehe auch: Felsenkeller

Fußnote:
 1) vielleicht erfolgte der Ersatz der Bezeichnung »Allee« durch »Straße« im Zusammenhang mit dem deutsch-französischen Krieg 1870/71?

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