Karl-Heine-Platz

Der Karl-Heine-Platz (Karl-Heine-Platz)? ist eine ca. 8 140 Quadrat­meter große Grün­anlage im Leipziger Stadt­teil Lindenau. Sie liegt auf dem Flurstück 79 der Gemarkung Lindenau und hat den amtlichen Straßenschlüssel 04283.

Der Platz wird umschlossen von der Aurelien­straße im Norden, den west­lichen Grenzen der Grund­stücke Aurelien­straße 1, Birken­straße 22, 24, 26 und 28 im Osten, der Grenze zur Gemarkung Plagwitz (nörd­liche Grenzen der Grund­stücke Karl-Heine-Straße 36 und 38 sowie Karl-Heine-Straße) im Süden sowie von den öst­lichen Grenzen der Grund­stücke Karl-Heine-Straße 40, Joseph­straße 49, 47 und 45 sowie Aurelien­straße 11 im Westen.

Ursprünglich wurde das Gebiet des heutigen Karl-Heine-Platzes land­wirt­schaft­lich genutzt. In der Mitte des 19. Jahr­hunderts befand sich hier für einige Jahr­zehnte der (zweite) Fried­hof der Gemeinde Lindenau, nachdem der bisherige direkt an der Dorf­kirche liegende erste Fried­hof im Jahr 1844 hierher verlegt wurde. Doch schon 1866 eröffnete die Gemeinde Lindenau den (dritten) Friedhof an der heutigen Stelle am nörd­lichen Rand der Gemeinde. Nach Ablauf der Ruhe­zeit wurde das ehemalige Friedhofs­gelände an der Karl-Heine-Straße in den 1890er Jahren in einen Park umgestaltet. Die Kosten dafür betrugen 15 000 Goldmark.

Am 23. November 1904 wurde beschlossen, der Grün­anlage mit Wirkung vom 31. Dezember 1904 den Namen Karl-Heine-Platz zu geben (nach dem Leipziger Rechts­anwalt und Unter­nehmer Dr. Carl Heine, 1819–1888). Wegen seiner früheren Nutzung wird der Platz aber noch heute von den Anwohnern als »Knochen­platz« bezeichnet.

Im Jahr 1908 wurde eine Granit-Kopie des ursprünglich am Eingang des (alten) Felsen­kellers befind­lichen Apelsteins 23 (Bertrand­stein) am Ost-Rand der Südseite des Karl-Heine-Platzes auf­gestellt.

Bei der Einführung der Kommunalen Gliederung am 18. März 1992 wurde der Platz dem Ortsteil 70 Lindenau zugeordnet.

Seit dem 1. April 1995 gehört der Karl-Heine-Platz zum Sanierungs­gebiet Plagwitz, das hier zum 30. Januar 2019 aufgehoben werden soll.


 1) Abbildung aus: Die Gartenlaube. 1864, S. 693
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