Gießerstraße

Die Gießerstraße (amtlicher Straßenschlüssel 06021) ist eine wichtige Verbindungsstraße im Leipziger Südwesten (Ortsteile Lindenau [Hausnummern 1-3 und 2-8, Plagwitz [Hausnummern 11-53 und 12-70] und Kleinzschocher [Hausnummern 61-87 und 72-98], Gemarkungen Lindenau, Plagwitz und Kleinzschocher).

Die 1.744 m lange Straße beginnt an der Endersstraße (Gemarkung Lindenau, Ortsteil Lindenau; ursprünglich »Teichstraße«, 1877-1886 »Bahnhofstraße«, 1886-1907 »Kaiser-Wilhelm-Straße«, 1907-1947 »Kaiserstraße«) und führt zunächst geradlinig in südöstliche Richtung. Dabei überquert sie auf der Gießerbrücke den Karl-Heine-Kanal, nimmt die von Westen kommende Aurelienstraße auf, kreuzt niveaugleich das ehemalige Industriegleis P III, und kreuzt mit der Karl-Heine-Straße (hier bis 1893 »Albertstraße«) auch die Ortsteil- und Gemarkungsgrenze zu Plagwitz.

Im weiteren Verlauf nach Südosten kreuzt die Straße das ehemalige Industriegleis P IV, die Weißenfelser Straße (hier bis 1893 »Bahnhofstraße«) und niveaugleich das ehemalige Industriegleis P V, auf dem 1888 bis 1924 die Plagwitz-Connewitzer Verbindungsbahn verkehrte. Unmittelbar südlich nimmt sie die von Osten kommende Industriestraße (hier ursprünglich: »Steinstraße«) auf. An dieser Einmündung wendet sich die Gießerstraße in eine südsüdwestliche Richtung. Im weiteren Verlauf kreuzt sie niveaugleich das ehemalige Industriegleis P VI, die Naumburger Straße (bis 1903 »Braustraße«) und überquert auf dem ehemaligen Industriegleis P XII die Grenze zur Gemarkung Kleinzschocher.

In Kleinzschocher kreuzt die Gießerstraße die Markranstädter Straße, die ehemaligen Industriegleise P XIII und P XIV, die Limburgerstraße, das ehemalige Industriegleis P XV, die Siemensstraße und die Antonienstraße. Der Abschnitt zwischen Siemens- und Antonienstraße bildet den Ostrand des so genannten Gießerplatzes. An der Antonienstraße wechselt die Gießerstraße auch in den Ortsteil Plagwitz und wendet sich in südliche Richtung. Im weiteren Verlauf kreuzt sie die Wigandstraße (bis 1904 »Albertstraße«) und die Hirzelstraße (bis 1907 »Rudolfstraße«), nimmt die von Westen kommende Baumannstraße auf, kreuzt die Creuzigerstraße (bis 1907 »Lutherstraße«) und mündet schließlich in die Rolf-Axen-Straße (bis 1945 »Bahnhofstraße«).

Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der östlichen Straßenseite. Seit dem 01.07.1993 gehört der in Lindenau liegende Abschnitt der Straße (Hausnummern 1-3 und 2-8) zum Postleitgebiet 04177, der Rest zum Postleitbezirk 04229.

Die Gießerstraße wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts auf ehemaligen Feldfluren der Gemeinden Lindenau, Plagwitz und Kleinzschocher angelegt. In Lindenau hieß sie seit 1874 Gießerstraße (nach der Gießerei von Meier & Weichelt, Grundstück Nr. 8 / Ecke Karl-Heine-Straße), in Plagwitz seit 1889 ebenfalls Gießerstraße. Weitere Abschnitte der Gießerstraße hießen Moltkestraße (vermutlich bis 31.12.1905) und Gustav-Adolf-Straße (bis 31.03.1907).

Von 1942 bis 1972 verkehrte die Obus-Linie A entlang des Abschnittes der Gießerstraße zwischen Antonienstraße (von Osten kommend) und Naumburger Straße (nach Westen abbiegend).

Seit dem 01.04.1995 gehören die Grundstücke auf der Westseite der Gießerstraße zwischen der ehemaligen Verbindungsbahn und der Naumburger Straße (Hausnummern 15 bis 27) zum Sanierungsgebiet Plagwitz. Seit dem gleichen Tage gehören die Grundstücke südlich der Wigandstraße zum Sanierungsgebiet Kleinzschocher.

Navigation
Leipzig-Lexikon > Straßen > Gießerstraße