Zeitzer Eisenbahn


Streckenverlauf
Thüringer Eisenbahn
Leutzsch S
Georg-Schwarz-Straße
Industriegelände West
Rückmarsdorfer Straße
Merseburger Straße
Demmeringstraße
Lindenau S
Lützner Straße
Karl-Heine-Kanal
Karl-Heine-Straße
Plagwitz S
S-Bahn-Strecke Grünau
Pörstener Eisenbahn
Antonienstraße
Gaschwitzer Eisenbahn
Ende Elektrifizierung
Kurt-Kresse-Straße
Schönauer Straße
Großzschocher
Gerhard-Ellrodt-Straße
Albersdorfer Straße
Emil-Teich-Straße
Knauthain
Rehbacher Straße
Knautnaundorfer Str.
Azaleenstraße
Autobahn 38
Krebsgraben
Zeitzer Straße
Knautnaundorf
Stadt Zwenkau

Die Zeitzer Eisenbahn (Zeitzer Eiſenbahn)? ist eine zwei­gleisige, zum Teil elektrifizierte Eisenbahnstrecke. Sie wurde im Jahr 1873 von der Thü­rin­gi­schen Eisen­bahn-Gesell­schaft eröffnet. Damit war sie die fünfte Eisenbahn­strecke, die die Stadt Leipzig berührte.

Verlauf

Die 37,9 Kilometer lange Strecke zweigt am Bahnhof Leutzsch (ursprünglich »Barneck«) von der Thüringer Eisenbahn ab und führt über Pegau nach Zeitz, wo sie in die 1871 eröffnete Strecke Weißenfels – Zeitz – Gera – Saalfeld einmündet. Als Anfangspunkt in Leipzig (damals am nörd­lichen Stadtrand) diente der Thüringer Bahnhof, der 1909 / 1912 im Hauptbahnhof aufging. Auf dem heutigen Leipziger Stadtgebiet durchquert die Zeitzer Eisenbahn die Gemarkungen Leutzsch, Lindenau, Plagwitz, Klein­zscho­cher, Groß­zscho­cher, Windorf, Knautkleeberg, Knauthain, Hartmannsdorf und Knautnaundorf (ursprünglich Bös­dorf).

Geschichte

Die Strecke war als Abkürzung für die seit 1859 bestehende Verbindung Leipzig – Weißen­fels – Zeitz geplant und wurde am 20. April 1870 konzessioniert. Am 11. November 1871 begannen die Bauarbeiten. Am 20. Oktober 1873 wurde die Strecke von Barneck nach Zeitz eröffnet. Gleichzeitig wurden auf heutigem Stadtgebiet die Bahnhöfe »Plagwitz-Lindenau« (zeitweise auch: »Zeitzer Bahnhof«, heute: Leipzig-Plagwitz), »Knauthain« (allerdings in Knautkleeberg) und »Eythra« (1978 stillgelegt) in Betrieb genommen.

Im Jahr 1882 wurde der Betrieb auf den Strecken der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft durch die Preußische Staats-Eisenbahn übernommen. Am 1. Juli 1886 wurde sie ganz durch das Königreich Preußen gekauft.

Im Jahr 1890 wurde der vorherige Güterbahnhof Groß­zscho­cher für den Personenverkehr umgebaut, so dass Groß­zscho­cher an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde (2010 stillgelegt).

Am 1. April 1920 ging die Preußische Staatseisenbahn in der Reichsbahn auf.

Ab dem 30. August 1924 wurde die Strecke von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft betrieben.

Am 12. Juli 1969 wurde an der Zeitzer Eisenbahn die S-Bahn-Haltepunkte »Industriegelände West« (2011 stillgelegt) und Lindenau in Betrieb genommen. Auch die älteren Bahnhöfe Leutzsch und Plagwitz werden seitdem von der S-Bahn bedient.

Von 1973 bis 1977 wurde eine neue Strecke als Ersatz für den geradlinig durch die Gemarkungen Hartmannsdorf und Bösdorf führenden Teil der Zeitzer Eisenbahn gebaut, da die ursprüngliche dem Braunkohletagebau geopfert wurde. Seitdem führt die Trasse in einem großen Bogen nach Westen durch die Gemarkung Knautnaundorf, wo am 2. Mai 1977 ein Haltepunkt eröffnet wurde (2017 stillgelegt).

Literatur