Plagwitzer Brücke

Die Plagwitzer Brücke ist eine Straßenbrücke in der Leipziger Westvorstadt.

Sie führt über die Weiße Elster (zwischen der Könneritz­brücke im Süden und der Klingerhain­brücke im Norden), die hier ca. 37 Meter breit ist, und verbindet die Käthe-Kollwitz-Straße, die hier ursprünglich Plagwitzer Straße hieß, mit der Karl-Heine-Straße in Plagwitz. Die Gemarkungsgrenze zwischen Leipzig und Plagwitz, die bis 1891 zugleich Stadtgrenze war, verläuft am westlichen Brückenlager.

Die erste Brücke an dieser Stelle wurde 1858 durch den Leipziger Juristen und Unternehmer Dr. Carl Heine (1819–1888) als hölzerne Pfahljoch­brücke errichtet. Sie war nur für Fußgänger, Reiter und schmale Karren geeignet.

In den Jahren 1868/69 wurde sie durch eine breite Stein­brücke ersetzt, die auf zwei steinernen Brücken­pfeilern ruhte. An dem Neubau beteiligte sich Dr. Heine mit 3 000 Thalern.

Seit dem Jahr 1872 verkehrt die Plagwitzer Straßenbahntrasse über die Brücke. Sie ist damit die mittlere der nur drei Elster­brücken, die die westlichen Strecken mit dem Leipziger Straßenbahnnetz verbinden.

Die gegenwärtige dreifeldrige Brücke ist ca. 20 Meter breit und stammt aus dem Jahr 1961. Damals wurden auf die vorhandenen Widerlager und die beiden Pfeiler im Flussbett sechs Betonplatten gesetzt, so dass eine große Längs­fuge (in der Straßenmitte) und drei Quer­fugen (auf den Pfeilern) enstanden.

Aufgrund des schlechten Bau­zustandes wurde am 8. März 2017 beschlossen1), die Plagwitzer Brücke komplett zu erneuern. Die neue Brücke soll etwas breiter werden. Die beiden Flusspfeiler sind dann überflüssig, und auch die Durchfahrtshöhe für Boote vergrößert sich. – Der ursprünglich für den 11. September 2017 beabsichtigte Baubeginn wurde inzwischen auf den 7. Mai 2018 verschoben, die Fertigstellung ist für den 14. Oktober 2019 geplant. Während der Bauzeit ist die Brücke komplett gesperrt, für Fußgänger und Radfahrer ist eine Behelfsbrücke vorgesehen.


  1) Beschluss Nr. VI-DS-03517
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