Gesamtchronik (bis 1600)

[bis 1600]   1601-1700   1701-1800   1801-1900   1901-2000   ab 2001

Die folgende Gesamt­chronik enthält vor allem (jeweils als kurzer Stich­punkt) die Ereignisse, die bereits in einem Ein­trag im Leipzig-Lexikon behandelt werden - damit ist sie noch sehr un­vollständig. Bei der Er­wähnung von Personen werden die sonst immer angegebenen Lebens­daten weggelassen und die Vor­namen abgekürzt.

1015, 20.12. erste urkundliche Erwähnung von Leipzig: der Chronist Thietmar vermerkt für diesen Tag den Tod des Eido, Bischof von Meißen, »in urbe libzi«
1017 erste Erwähnung einer Kirche zu Leipzig
1018, 05.11. Kaiser Heinrich II. überträgt dem Bistum Merseburg die Aufsicht über »die« Kirche zu Leipzig
1021 Kaiser Heinrich II. schenkt das Gebiet westlich der Weißen Elster dem Bischof von Merseburg
1082 im Krieg des Kaisers Heinrich II. gegen Rudolph von Schwaben wird Leipzig durch den König von Böhmen Wratislaus eingenommen und geplündert
1123 Leipzig gehört zum Besitz des Grafen von Eilenburg Heinrich
1127 Heinrich von Eilenburg stirbt; Markgraf Konrad besetzt Leipzig
1134 Anlage eines Walles um Leipzig
1136 Markgraf Konrad wird mit dem Osterland belehnt und damit Landesherr von Leipzig
1156 Otto »der Reiche« wird Markgraf von Meißen; er verleiht Leipzig (zwischen 1156 und 1170) das Stadtrecht
1165 erste Erwähnung der Jacobsmühle
1176 Markgraf Otto gründet die Nikolaikirche
1190, 18.02. Markgraf Otto stirbt, sein Sohn Albrecht wird Markgraf und Landesherr von Leipzig
1190 Markgraf Albrecht bestätigt den Oster- und den Michaelismarkt
1194 Markgraf Albrecht flüchtet vor seinem Bruder Dietrich nach Leipzig
1195, 24.06. Markgraf Albrecht stirbt ohne männlichen Erben, die Mark Meißen wird eingezogen und von kaiserlichen Truppen besetzt
1197 Dietrich wird mit der Mark Meißen belehnt und damit Landesherr von Leipzig
1210, August Bekräftigung der Lehnshoheit des Bischofs von Merseburg über die Stadt
1212 Markgraf Dietrich stiftet das Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas
1212, 20.03. Kaiser Otto IV. bestätigt die Gründung des Thomasklosters
1213 Heinrich von Morungen wird Augustiner-Chorherr
1213 die Nikolaikirche, die Peterskapelle und das Georgenhospital werden dem Thomaskloster unterstellt
1214-1216 Fehde zwischen der Stadt und dem Markgrafen wegen der Klostergründung
1216, 20.06. Vertrag zwischen der Stadt und dem Markgrafen Dietrich, Bestätigung der Privilegien
1217 Kaiser Otto IV. bestätigt erneut die Stiftung und Ausstattung des Thomaskloster durch Markgraf Dietrich
1217, Oktober Markgraf Dietrich bricht den Vertrag mit der Stadt, zerstört die Stadtmauern und errichtet drei Zwingburgen gegen die Stadt
1218, 07.02. Papst Honorius III. bestätigt die Ausstattung des Thomasklosters und die Unterstellung der Nikolaikirche
1221, 17.02. Markgraf Dietrich stirbt, sein unmündiger Sohn Heinrich wird Markgraf und Landesherr der Stadt
1224 der Landgraf von Thüringen Ludwig IV., Vormund des Markgrafen Heinrich, lässt die Zwingburgen schleifen
1229 Gründung des Dominikanerklosters St. Paulus
1230 erste Erwähnung des Benediktinerinnen-Klosters St. Georg
1234 erste urkundliche Erwähnung von Lausen
1240 Weihe der Klosterkirche St. Pauli
1248, 01.09. erste urkundliche Erwähnung von Reudnitz
1253 erste Erwähnung des Franziskanerklosters
1254, 20.02. erste Erwähnung der Thomasschule
1261 Leipzig kommt zur Markgrafschaft Landsberg
1268, 01.03. Markgraf Dietrich stellt einen Schutzbrief für die zu den Messen reisenden Kaufleute aus
1277, 22.11. das Dorf Connewitz wird als Kvnawiz erstmals erwähnt
1285 erste urkundliche Erwähnung von Großmiltitz und Schönau
1287 urkundliche Erwähnung der Thomasmühle
1291 Markgraf Albrecht »der Entartete« verkauft die Markgrafschaft Landsberg an Brandenburg und verschenkt die Stadt Leipzig an das Bistum Merseburg
1296, 20.07. das Thomaskloster verkauft die Jacobsmühle an einen Privatmann
1310 Friedrich »der Freidige« wird mit der Mark Meißen belehnt
1317 erste urkundliche Erwähnung von Gohlis
1318 erste namentliche Erwähnung des Rosentals
1323, 16.11. Landesherr Friedrich »der Freidige« stirbt
1335 erste urkundliche Erwähnung von Eutritzsch
1367, 06.05. Kauf der Burgaue
1381, 02.08. der Rat kauft das Dorf Eutritzsch
1382, 13.11. im Vertrag von Chemnitz kommt Leipzig an die Brüder Friedrich IV. und Wilhelm II. von Wettin; Leipzig wird bis 1417 von der Mark Meißen getrennt
1409, 02.12. in Anwesenheit der Landesherren Friedrich IV. und Wilhelm II. wird die Universität eröffnet
1417 Landesherr Friedrich IV. wird mit der Mark Meißen belehnt; damit fällt Leipzig an diese zurück
1420 ein Großfeuer vernichtet 400 Häuser
1423, 06.01. Landesherr Friedrich IV. (I.) wird Kurfürst von Sachsen
1428, 04.01. Kurfürst Friedrich I. stirbt
1431 Kurfürst Friedrich II. heiratet in Leipzig
1439 der Rat der Stadt Leipzig übernimmt die Verwaltung des Georgenhospitals und beginnt einen Neubau
1441 das Georgenhospital bezieht einen Neubau vor dem Ranstädter Tor
1458 das Franziskanerkloster verkauft das Rosental an den Rat der Stadt
1458, 01.11. Kurfürst Friedrich II. privilegiert die Neujahrsmesse
1460, 19.11.Prinz Ernst heiratet in Leipzig
1464, 07.09. Kurfürst Friedrich II. stirbt in Leipzig
1485, 26.08. Leipziger Teilung der wettinischen Länder; Leipzig kommt zur albertinischen Linie, die Landesherren sind bis 1547 keine Kurfürsten mehr
1486 erste urkundliche Erwähnung von Plagwitz
1496, 10.04. Einweihung der neu erbauten Kirche St. Thomas
1499 die Familie Thümmel verkauft die Jacobsmühle für 1.200 rheinische Gulden an den Rat der Stadt
1507 Einweihung der (alten) Peterskirche
1512, 09.10. der Mönch M. Luther nimmt in Leipzig ein kurfürstliches Stipendium entgegen
1517 dem Georgenhospital wird Kapital für die Einstellung eines Arztes gestiftet
1519, 27.06. Beginn der Leipziger Disputation
1519, 15.07. Ende der Leipziger Disputation
1525, 31.05. Einweihung der umgebauten Kirche St. Nicolai
1538 die Stadt kauft das Rittergut Schönau
1538, 18.03. der Rat der Stadt Leipzig kauft das Georgenhospital
1539, 24.05. der Reformator M. Luther predigt in der Schlosskapelle
1539, 25.05. der Reformator M. Luther predigt in der Thomaskirche; Einführung der Reformation in Leipzig
1541 Herzog Moritz wird Landesherr der Stadt Leipzig
1543, 06.08. Kauf des Augustiner-Chorherrenstifts St. Thomas, des Benediktinerinnen-Klosters St. Georg und des Franziskanerklosters Zum Heiligen Geist durch die Stadt
1544 Abbruch der Jacobskirche in der westlichen Vorstadt
1544, 22.04. Schenkung des Dominikanerklosters St. Paulus an die Universität
1545, 12.08. der Reformator M. Luther predigt in der Paulinerkirche
1546, 18.02. der Reformator M. Luther stirbt
1546, Dezember planmäßige Niederbrennung des Georgenhospitals und der Vorstädte
1547, 04.06. Landesherr Moritz wird zum Kurfürst von Sachsen ausgerufen; Leipzig gehört bis 1806 zum Kurfürstentum Sachsen
1547, 08.08. Kurfürst Moritz schenkt dem Georgenhospital das Gut Eicha und 40 Acker Holz
1547 Beginn des Wiederaufbaus des Georgenhospitals
1553, 11.07. Kurfürst Moritz stirbt
1555 Bau der Alten Waage
der Ratsherr H. Lotter wird zum Bürgermeister gewählt
1556 im Georgenhospital wird ein eigenes Gebäude für Findelkinder errichtet
1556, 11.02. Grundsteinlegung für den Neubau des Alten Rathauses
1557 der Theologe und Reformator J. Menig flieht nach Leipzig
1557, 05.08. Fertigstellung des Alten Rathauses
1558, 11.08. der Theologe und Reformator J. Menig stirbt
1558, 10.09. der Turm des Alten Rathauses erhält eine Glocke
1564 am Turm des Alten Rathauses wird der überdachte Altan angebaut
1568 Abbruch und Wiederaufbau des Hallischen Tors
1568 der Ratsherr und Bürgermeister H. Lotter wird kurfürstlich sächsischer Oberlandbaumeister
1574 trotz Wiederwahl verlässt Bürgermeister H. Lotter Leipzig
1580, 22.07. der ehemalige Bürgermeister H. Lotter stirbt
1594 S. Calvisius wird Thomaskantor
1598 T. Möstel wird Ratsherr
1599 Renovierung des Alten Rathauses, Einbau einer neuen Schlaguhr und des Turm-Austritts für die Stadtpfeifer

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