Oeserstraße

Die Oeserstraße (amtlicher Straßenschlüssel 05100) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Schleußig (Ortsteil Schleußig, Gemarkung Schleußig).

Die 618 Meter lange Straße beginnt an der Stieglitzstraße (gegenüber der Bethanienkirche) und führt in bogenförmigen Verlauf in westliche Richtung, kreuzt dabei die Rochlitzstraße und die Schnorrstraße, nimmt die nach Süden führende Probsteistraße auf, kreuzt die Könneritzstraße, nimmt die von Norden kommenden Blümnerstraße und Brockhausstraße auf und mündet schließlich in das Süd-Ende der Holbeinstraße (ursprünglich: »Seumestraße«, später: »Steubenstraße«). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nördlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.


A. F. Oeser1)

Der westlich der Schnorrstraße gelegene Teil der Straße wurde im Heine- / Hüfferschen Bebauungsplan für Schleußig von 1876 als »Straße G« projektiert und lag im Baufeld (Gutsbezirk Schleußig) von Bernhard Hüffer (1824–1904). Am 30. Januar 1895 wurde beschlossen, diesem Straßenabschnitt mit Wirkung vom 1. März 1895 den Namen Oeserstraße (Oeſerſtraße)? zu geben (nach dem Maler und Bildhauer Adam Friedrich Oeser, 1717–1799).

Am 19. September 1924 wurde beschlossen, mit Wirkung vom 26. September 1924 auch den neu angelegten Abschnitt in der Kriegsopfersiedlung zwischen Schnorr- und Stieglitzstraße mit zur Oeserstraße zu ziehen.

Am 21. Mai 1986 wurde in der Oeserstraße das Gemeindezentrum der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) eröffnet.

Quellen

 1) Abbildung aus: Zweihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer. Dritte verbesserte Auf­lage. Leipzig: Georg Wigand, 1870, S. 89
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