Bosestraße

Die Bosestraße (amt­licher Straßen­schlüssel 05024) ist eine Anlieger­straße in der Inneren West­vorstadt von Leipzig (Orts­teil Zentrum-West, Gemarkung Leipzig).

Die 173 Meter lange Straße beginnt am Dittrich­ring (ur­sprüng­lich »An der Pleiße«, 1898–1917 »Thomas­ring«) und führt gerad­linig in südwest­liche Richtung, kreuzt dabei die Gottsched­straße (bis 1933 »Poniatowski­straße«) und mündet auf den Nikisch­platz (bis 1922 »Platz am Künstler­haus«). Die geradzahligen Haus­nummern befinden sich auf der nordwest­lichen Straßen­seite. Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Post­leitbezirk 04109.

Die Straße wurde in der Mitte des 19. Jahr­hunderts auf dem Gelände des Klein­bosischen Gartens angelegt. Da das Grund­stück am Diebs­graben endete, konnte die Straße nicht an die Elster­straße angeschlossen werden.


A. F. Oeser1)

Ursprünglich gehörte die Straße mit zur Straße »An der Pleiße« (An der Pleiße)?. Im Jahr 1881 erhielt sie den Namen Oeser­straße (Oeſerſtraße). Damit wurde der Leipziger Maler und Bild­hauer Adam Friedrich Oeser (1717–1799) geehrt.

Im Jahr 1895 wurde eine Straße im Leipziger Stadt­teil Schleußig erneut nach Oeser und eben­falls »Oeser­straße« benannt (gemeinsam mit der Schnorr­straße »in Erinnerung an die Direktoren der Leipziger Kunst­akademie« – also ganz bewusst). Offenbar hatte man die Leipziger Oeser­straße ver­gessen, so dass nun zwei verschiedene Straßen den gleichen Namen trugen.

Am 05.10.1898 wurde beschlossen, die Oeser­straße mit Wirkung vom 10.11.1898 in Bose­straße (Boſeſtraße) um­zubenennen. Damit wurde der Leipziger Handels- und Rats­herr Georg Bose (1650–1700) geehrt, der den Klein­bosischen Garten besaß, auf dem die Straße später angelegt wurde.

Quellen

 1) Abbildung aus: Zweihundert Bildnisse und Lebens­abrisse berühmter deutscher Männer. Dritte verbesserte Auf­lage. Leipzig: Georg Wigand, 1870, S. 89
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