Kleinbosischer Garten

Der Kleinbosische Garten war vom 17. bis ins 19. Jahrhundert ein barocker Bürgergarten westlich von Leipzig. Er befand sich auf dem Gebiet der heutigen Inneren Westvorstadt am West-Ufer des Pleißemühlgrabens und wurde vom Diebsgraben, der ihn im Norden von Richters Garten und im Südwesten von Apels Garten trennte, umflossen.

Der Leipziger Handels- und Ratsherr G. Bose (1650-1700) kaufte den Garten in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus dem Nachlass des Bürgermeisters C. Lorentz von Adlershelm (1608-1684) und ließ ihn 1693 zu einem französischen Park umgestalten. Nach späteren Besitzern wurde der Park auch als Richters Garten1) (um 1835) und Lehmanns Garten (um 1880) bezeichnet.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Grundstück des Gartens schrittweise parzelliert und bebaut. Heute befinden sich hier die Bosestraße, Gottschedstraße, Thomasiusstraße sowie der östliche Teil der Käthe-Kollwitz-Straße sowie der Nikischplatz. Das Herrenhaus von Lehmanns Garten befand sich auf dem späteren Grundstück Dittrichring 21.

Fußnote:

 1) nicht zu verwechseln mit dem ursprünglichen Richterschen Garten, der damals »Reichenbachs Garten« genannt wurde

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