Die Bethanienkirche ist das Gotteshaus der evangelisch-lutherischen
Bethanienkirchgemeinde
Leipzig-Schleußig. Sie befindet sich auf dem Grundstück
Stieglitzstraße 42
(in Höhe der Einmündung der
Oeserstraße, vgl.
Stadtplan bei LVZ-Online
).
Die Kirche wurde in den Jahren 1931 (Grundsteinlegung am 10.10.) bis 1933 nach einem Entwurf der Leipziger Architekten Carl William Zweck und Hans Voigt erbaut. Sie ersetzt die erste, von 1905 bis 1933 genutzte Schleußiger Kirche, die sich als hölzerne Notkirche neben der heutigen 49. Schule befand.
Am 29.01.
Blickfang der Kirche ist ihr runder Turm, der mit seinem kleinen, spitzen Dach auf den ersten Blick einem mittelalterlichen Bergfried ähnelt. Das vorgesetzte schmale, fast turmhohe Kreuz aus Beton, das bei Dunkelheit beleuchtet werden kann, verweist aber auf die eigentliche Funktion des Gebäudes.
Das Kirchgebäude ist zweigeschossig: im Erdgeschoss befindet sich der Gemeindesaal; darüber liegt der Kirchensaal, zu dem zwei symmetrisch angelegte, überdachte Freitreppen führen. Im Kirchensaal, der für seine gute Akustik bekannt ist, befindet sich seit 1992 eine Orgel der Fa. Jehmlich, Dresden, mit 25 Registern. Der Kirchensaal wird durch 14 hohe Fenster beleuchtet, das (von außen beleuchtbare) Altarfenster »Der eintretende Christus« gestaltete der Maler Emil Block (* 1884), der auch die beiden Wandbilder »Maria und Martha« sowie »Die Auferweckung des Lazarus« an den Seitenwänden des Chores schuf und damit Ereignisse aufgriff, die in direktem Bezug zum Namen der Kirche stehen.
Im Vorraum zum Gemeindesaal befindet sich über dem Grundstein aus dem Jahr 1931 eine farbig lasierte mittelalterliche Christusplastik aus dem Jahr 1482, die ursprünglich einen Pfeiler des Gutshauses Schleußig zierte.