Rochlitzstraße

Die Rochlitzstraße (amtlicher Straßenschlüssel 05104) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Schleußig (Ortsteil Schleußig, Gemarkung Schleußig).

Die 746 m lange Straße beginnt am Schleußiger Weg (hier ursprünglich: »Dorfstraße«, später: »Rödelstraße“) und führt geradlinig in nordwestliche Richtung. Dabei kreuzt sie die Rödelstraße1) und die Oeserstraße, nimmt die von Nordosten kommende Huberstraße auf, kreuzt die Könneritzstraße und die hier verkehrende Schleußiger Straßenbahntrasse, nimmt die von Süden kommende Blümnerstraße auf, kreuzt die Brockhausstraße und mündet schließlich auf die Holbeinstraße (ursprünglich: »Seumestraße«, später: »Steubenstraße«). Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.

Der ältere Abschnitt der Straße nordwestlich der Könneritzstraße wurde im Heine-/ Hüfferschen Bebauungsplan für Schleußig von 1876 als »Straße E« projektiert und bildete die Grenze zwischen dem Baufeld (»Neuschleußig«) von Dr. C. Heine (1819-1888) im Norden, und dem Baufeld (Gutsbezirk Schleußig) von B. Hüffer (1824-1904) im Süden.

Am 01.10.1904 wurde beschlossen, der Straße mit Wirkung vom 10.10.1904 den Namen Rochlitzstraße2) zu geben (nach dem Leipziger Schriftsteller und Musik-Redakteur F. Rochlitz, 1769-1842).

In den folgenden Jahren wurde die Rochlitzstraße über die Könneritzstraße hinweg verlängert, wobei aber der nach Südosten gerichtete Verlauf gewählt wurde, damit die Straße südlich parallel der Plagwitz-Connewitzer Eisenbahn und der Rödel bleibt. Im südlichen Bereich dieser Verlängerung wurde im Jahr 1908 das zweite Schleußiger Schulgebäude eröffnet (später 34. Bezirksschule, 49. Volksschule, Wilhelm-Wundt-Schule, 49. Polytechnische Oberschule »Ho Chi Minh«; gegenwärtig: 49. Schule [Grundschule]).

In der ersten Hälfte der 1920er Jahre wurde im Areal zwischen der Huber-, Stieglitz-, Rochlitz- und Oeserstraße die Schleußiger »Kriegsopfersiedlung« angelegt.

Fußnoten:
 1) Im Jahr 1895 wurde die bisherige Dorfstraße in Schleußig auf ihrer gesamten Länge, also zwischen Schleußiger Brücke und Rödelbrücke in »Rödelstraße« umbenannt. Im Jahr 1924 wurde die Rödelstraße östlich der Einmündung der Schnorrstraße nach Nordwesten verschwenkt, der alte Ostabschnitt wurde zum »Schleußiger Weg« gezogen.
 2) der oft (selbst bei der Stadtverwaltung) zu lesende Name »Rochlitzer Straße«, der die Benennung nach der Stadt Rochlitz behauptet, ist frei erfunden und falsch

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