Anton-Zickmantel-Straße

Die Anton-Zickmantel-Straße (amtlicher Straßenschlüssel 05133) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Groß­zscho­cher (Ortsteil Groß­zscho­cher, Gemarkung Groß­zscho­cher).


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Die 987 Meter lange Straße beginnt an der Buttergasse (zwischenzeitlich: »Mittel­straße« und »Schleußiger Weg«) und führt geradlinig in westliche Richtung, nimmt die von Norden kommende Wöllnerstraße auf, kreuzt die Dieskaustraße (ursprünglich »Hauptstraße«), nimmt die von Süden kommenden Breitschuhstraße (ursprünglich: »Triftstraße«), Friedrich-Schmidt-Straße, Wilhelm-Michel-Straße, Ponickaustraße, Giordano-Bruno-Straße (ursprünglich: »Nostitz-Wallwitz-Straße«, später: »Pflugkstraße«) und Pfeilstraße (ursprünglich: »Hermann-Beyer-Straße«) auf, kreuzt die Bismarckstraße (ursprünglich: »Heinrich-Rau-Straße«), nimmt die von Norden kommende Barbussestraße (ursprünglich: »Hart­manns­weiler­kopf­straße«) auf und endet schließlich als Sackgasse an der Zeitzer Eisenbahn. Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nördlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04249.

Die Straße verläuft entlang des alten Verbindungsweges zwischen den Dörfern Groß­zscho­cher und Großmiltitz und hieß deshalb zunächst Miltitzer Weg (Miltitzer Weg).? Dabei führte sie ursprünglich über die heutige Eisenbahntrasse hinweg weiter nach Westen und mündete in den Weidenweg. Im Jahr 1873 wurde der Miltitzer Weg durch den Eisenbahnbau unterbrochen.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts begann die Bebauung des östlichen Abschnitt des Miltitzer Wegs (zwischen Hauptstraße und Buttergasse). Als im Jahr 1896 in der Gemeinde Groß­zsch­ocher zahlreiche Straßen neu- und umbenannt wurden, erhielt dieser bebaute Abschnitt den Namen Schleußiger Weg (Schleußiger Weg), der auch den nördlich der Einmündung liegenden Abschnitt der Buttergasse sowie die heutigen Küchenholzallee umfasste. Damit wurde wieder das Prinzip der Richtungsstraße zugrunde gelegt, da die Küchenholzalle zur ehemaligen Gemeinde Schleußig führt. Der noch weitgehend unbebaute Abschnitt westlich der Hauptstraße, der vermutlich in dieser Zeit zur Allee umgestaltet wurde, erhielt den Namen Feldstraße (Feld­ſtraße).

Am 14. August 1905 wurde beschlossen, die Feldstraße und den westlichen Teil des Schleußiger Wegs wieder zusammenzuziehen, also den Verlauf des ehemaligen Miltitzer Wegs wieder herzustellen, und gemeinsam in Anton-Zickmantel-Straße (Anton-Zickmantel-Straße) umzubenennen. Damit wurde der Besitzer der Wassermühle Groß­zscho­cher und Gemeindeälteste von Groß­zscho­cher-Windorf Anton Zickmantel (1838–1901) geehrt.

In den 1930er Jahren wurde das Gebiet südlich der ehemaligen Feldstraße mit Wohnhäusern bebaut.

In den 1960er Jahren entstanden auf der Nordseite der Straße mehrere Wohnblöcke des Neubaugebiets Groß­zscho­cher.

Das Gebiet einer ehemaligen Gärtnerei im Nordostwinkel der Kreuzung Anton-Zickmantel-/ Heinrich-Rau-Straße wurde in den Jahren 1993/1994 mit dem »Stadtteilzentrum Südwest« bebaut.

Quellen

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