Ernst-Mey-Straße

Die Ernst-Mey-Straße (amtlicher Straßenschlüssel 05181) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Plagwitz (Ortsteil Plagwitz, Gemarkung Plagwitz, Flur­stücke 432, 48 und 427).


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Die 356 Meter lange Straße beginnt an der Könneritzbrücke über die Weiße Elster (Gemarkungsgrenze zu Schleußig; am gegenüberliegenden südöstlichen Brückenlager beginnt die Könneritzstraße) und führt in nordwestliche Richtung. Dabei kreuzt sie die Nonnenstraße, das ehemalige Industriegleis P VIII, die Gleisstraße und die Forststraße. Von hier aus führt sie weiter in eine westlichere Richtung, bis sie schließlich in die Alte Straße mündet. Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nordöstlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.

Die Straße wurde in den 1860er Jahren in der Gemeinde Plagwitz angelegt und erhielt hier den Namen Elsterstraße (Elſter­ſtraße?). Sie wurde als Richtungsstraße nach dem Fluss benannt, zu dem sie führt.

Am 15. Oktober 1888 wurde beschlossen, die Elsterstraße in Ernst-Mey-Straße (Ernſt-Mey-Straße) umzubenennen. Damit wurde der gerade 44jährige Plagwitzer Unternehmer Ernst Mey (1844–1903) geehrt, dessen Fabriken im Bereich Nonnenstraße / Elsterstraße lagen.

Am 23. Februar 1933 traf an der Kreuzung Ernst-Mey-Straße / Nonnenstraße eine Gruppe des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold mit einem SA-Trupp zusammen. Dabei wurde der Plagwitzer Maschinenschlosser Walter Heinze (1900–1933) erstochen – er war das erste Todesopfer der Leipziger Arbeiterbewegung nach der nationalsozialistischen Machtergreifung vom 30. Januar 1933.

Quellen

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