Die Mozartbrücke ist eine Straßenbrücke in der Leipziger Südwestvorstadt. Sie führt über den Pleißemühlgraben (zwischen der Lampebrücke im Süden und der Beethovenbrücke [ursprünglich: »Carola-Brücke«] im Norden) und verbindet die von Osten kommende Riemannstraße (ursprünglich: »Albertstraße«) mit der nach Westen führenden Mozartstraße. Am westlichen Brückenlager kreuzt die Simsonstraße, am östlichen die Lampestraße (vgl. Karte).
Die Brücke wurde in der Mitte der 1880er Jahre bei der Bebauung der Leipziger Südwestvorstadt (»Musikviertel«) angelegt und erhielt am 22.01.1887 den Namen Albert-Brücke (nach dem König von Sachsen Albert, 1828-1902).
Am 25.10.1900 wurde die Albert-Brücke in Simsonbrücke umbenannt (nach dem Juristen und Staatsmann Dr. E. Simson, 1810-1899, erster Präsident des Reichsgerichts). Offenbar sollten mögliche Verwechslungen mit der Plagwitzer »König-Albert-Brücke« vermieden werden.
Von 1896 bis 1944 führte die südliche Einfahrt der Schleußiger Straßenbahntrasse über die Simsonbrücke.
Am 09.03.1935 erhielt die Simsonbrücke den Namen Gewandhausbrücke (nach dem damals in unmittelbarer Nähe befindlichen [zweiten] Gewandhaus). Zwar war der einer jüdischen Familie entstammende Dr. E. Simson zum Protestantismus übergetreten, doch passte der jüdische Name nach dem Verständnis des Nationalsozialismus offenbar nicht in das Straßenbild.
Infolge der Überwölbung des Pleißemühlgrabens im Jahr 1952 verlor die Brücke ihre eigentliche Funktion und erscheint heute als ein normales Stück Straße.
Am 18.07.2007 wurde beschlossen, die Gewandhausbrücke in Mozartbrücke umzubenennen (nach dem österreichischen Komponisten W. A. Mozart, 1756-1791). Damit erhielt die Brücke in einem Akt beliebiger Willkür (ohne jede sachliche Notwendigkeit) ihren vierten Namen.
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