Dr. jur. Martin Eduard (von) Simson war Jurist und Staatsmann.
E. Simson war Mitglied und Präsident der Frankfurter Nationalversammlung (1848/1849) sowie Präsident des Norddeutschen (1867-1870) bzw. Deutschen (1871-1873) Reichstages.
Von 1879 bis 1891 war E. Simson erster Präsident des Reichsgerichts in Leipzig.
Im Jahr 1883 wurde E. Simson zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt. Im selben Jahr wurde eine Straße in Leipzig nach ihm benannt (Simsonstraße). Auch die Mozartbrücke trug von 1900 bis 1935 seinen Namen (»Simsonbrücke«).
Im Jahr 1888 wurde er geadelt.
E. Simson starb am 02.05.
Im Ergebnis der Diskussion um die Person G. M. Dimitrov (1882-1949) erhielt im Jahr 1998 der ursprünglich zur Simsonstraße gehörende, dann aber »Reichsgerichts-«, »Präsident-Friedrichs-« und »Georgi-Dimitroff-Platz« genannte Platz vor dem Gebäude des ehemaligen Reichsgerichts den Namen Simsonplatz.
