Mozartstraße

Die Mozartstraße (amtlicher Straßenschlüssel 5052) ist eine Anliegerstraße in der Leipziger Südwestvorstadt (»Musikviertel«, Ortsteil Zentrum-Süd, Gemarkung Leipzig).

Die 535 Meter lange Straße beginnt an der Mozartbrücke (ursprünglich »Albert-Brücke«, später »Simsonbrücke«, »Gewandhausbrücke«) als Verlängerung der von Osten kommenden Riemannstraße (ursprünglich »Albertstraße«) nach Westen, wobei am westlichen Brückenlager die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Simsonstraße kreuzt und die von Nordwesten kommende Wilhelm-Seyfferth-Straße einmündet. Von hier aus führt sie geradlinig in westliche Richtung, kreuzt die Grassistraße, die Ferdinand-Rhode-Straße sowie die Schwägrichenstraße und mündet schließlich in die Karl-Tauchnitz-Straße. Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nördlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04107.


Mozart1)

Die Straße wurde in der Mitte der 1880er Jahre angelegt. Am 19. Mai 1883 wurde beschlossen, der im Bebauungsplan für die Südwestvorstadt als »Straße 5« bezeichneten Straße mit Wirkung vom 30. August 1883 den Namen Mozartstraße (Mozartſtraße)? zu geben. Damit wurde der österreichische Komponist Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) geehrt.

Von 1884 bis 1968 (seit 1944 als Ruine) befand sich das (zweite) Gewandhaus auf der Nordseite der Straße (im Abschnitt zwischen Grassi- und Wilhelm-Seyfferth-Straße).

Von 1896 bis 1945 führte die Schleußiger Straßenbahntrasse durch den westlich der Grassistraße liegenden Abschnitt der Mozartstraße, wobei sie bis 1928 aus der Albertstraße kommend die Simsonbrücke überquerte, seit 1928 aber aus der nördlichen Simsonstraße in die Mozartstraße einbog und diese nach Norden in die Grassistraße abbiegend verließ.

Quellen

 1) Abbildung aus: Zweihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer. Dritte verbesserte Auf­lage. Leipzig: Georg Wigand, 1870, S. 134
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