Brockhausstraße

Die Brockhausstraße ist eine Anlieger­straße im Leipziger Stadtteil Schleußig. Sie liegt auf der Gemarkung Schleußig und hat den amtlichen Straßen­schlüssel 05101.

Die 937 Meter(!) lange Straße beginnt an der Könneritzstraße und führt in leicht bogenförmigem Verlauf in südwestliche Richtung, kreuzt dabei die Alfred-Frank-Straße (ursprünglich »Quandtstraße«), die Industriestraße (hier ursprünglich »Carlstraße«, ab 1893 »Jahnstraße«), die Stieglitzstraße, die Rochlitzstraße sowie die Schnorrstraße und mündet schließlich in die Oeserstraße (hier ursprünglich »Seumestraße«). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der westlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.

Die Straße wurde im Heine- / Hüfferschen Bebauungsplan für Schleußig von 1876 als »Straße B« projektiert. Dabei lag der südlich der Rochlitzstraße befindliche Teil im Baufeld von Bernhard Hüffer (1824–1904), der nördliche im Baufeld (»Neuschleußig«) von Dr. Carl Heine (1819–1888). Am 17. Januar 1903 wurde beschlossen, der Straße mit Wirkung vom 10. März 1903 den Namen Brockhausstraße (Brockhausſtraße)? zu geben (nach dem Verleger Friedrich Arnold Brockhaus, 1772–1823).

Von 1888 (Baubeginn 1886) bis 1925 wurde die heutige Brockhaus­straße im Abschnitt zwischen Industrie- und Stieglitz­straße niveau­gleich (!) durch die ein­gleisige, von Güter­zügen genutzte Leipzig – Plagwitzer Eisenbahn gekreuzt.

Bei der Einführung der Kommunalen Gliederung am 18. März 1992 wurde die Straße auf die statistischen Bezirke 500, 501, 502 und 503 im Orts­teil Schleußig verteilt.

Literatur

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