Ferdinand-Lassalle-Brücke

Die Ferdinand-Lassalle-Brücke ist die Straßenbrücke der Anton-Bruckner-Allee (ursprünglich »König-Albert-Allee«, im Abschnitt zwischen der Könneritzstraße und dem Klingerweg) über die verfüllte Rödel (zwischen dem ehemaligen Jahnsteg im Süden und der ehemaligen Einmündung in die Weiße Elster im Norden).


Bismarck1)

Die Brücke wurde im Jahr 1868 erbaut und erhielt zunächst den Namen Bismarckbrücke (Bismarckbrücke)?. Damit wurde der deutsche Staatsmann Otto von Bismarck (1815–1898) geehrt.

Seit 1896 führt die Schleußiger Straßenbahntrasse über die Brücke.

In den Jahren 1926 / 1927 wurde die Rödel verfüllt; die Brücke blieb allerdings erhalten und ist noch heute für Radfahrer, Kraftfahrzeuge und Straßenbahnen als kleiner »Berg« in der sonst völlig flachen Anton-Bruckner-Allee spürbar.


Lassalle2)

Am 1. August 1945 wurde die Bismarckbrücke mit sofortiger Wirkung in Ferdinand-Lassalle-Brücke (Ferdinand-Laſſalle-Brücke) umbenannt. Damit wurde der Publizist und Politiker Ferdinand Lassalle (1825–1864) geehrt; gleichzeitig erhielt die Bismarckstraße den Namen Ferdinand-Lassalle-Straße.

Anmerkung: Auch wenn die Stadtverwaltung neuerdings der Meinung ist, Brücken müssten nach der über sie führenden Straße benannt sein, führte weder die Bismarckstraße über die Bismarckbrücke, noch führt die Ferdinand-Lassalle-Straße über die Ferdinand-Lassalle-Brücke.

 1) Abbildung aus: Illustrirte Zeitung. 24. August 1895, S. [6]
 2) Abbildung aus: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 18 (1909), Tafel »Sozialisten II.«
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