Licht, Hugo

* 21.02.1841 Nieder-Zedlitz1) bei Fraustadt2) (Bezirk Posen); gestorben28.02.1923 Leipzig

Professor Dr.-Ing. Hugo Georg Licht war Architekt und Stadt­baurat in Leipzig.

Licht studierte an der Königlich Preußischen Bau­akademie in Berlin und bildete sich in Wien, Rom, Pompeji, London und Paris weiter. Von 1871 bis 1879 wirkte er frei­beruf­lich in Berlin.


Hugo-Licht-Medaillon Vollbild (96,0 kB!)

Im Jahr 1879 wurde H. Licht zum Leiter des Hoch­bauamtes der Stadt Leipzig berufen. Im Oktober 1896 wurde er von diesem Amt ab­berufen und für die Arbeiten am Neuen Rathaus frei­gestellt. Die Funktion als Stadt­baurat übte er bis 1906 aus.

H. Licht entwarf zahlreiche Leipziger Gebäude, u.a. das Schul­gebäude Scharnhorststraße 15 (1883), die Seiten­flügel des Städtischen Museums (1883-1886), das Konservatorium (1885-1887), das Prediger­haus der Nikolai­kirche (1885-1887), den Schlacht­hof (1886-1888), den Umbau der Johannis­kirche (1894-1897), das alte Grassi­museum (1894-1897), die Kasernen in Möckern (1895-1897), den hölzernen Aussichts­turm im Rosental (1896), das Neue Rat­haus (1899-1905) und das Stadt­haus (1908-1912). Außerdem war er am Ent­wurf und der Aus­führung mehrerer Leipziger Denk­male beteiligt (u.a. Seyfferth­denkmal, Grab­denkmal für C. Tauchnitz). Gemein­sam mit den Garten­direktor O. Wittenberg (1834-1918) ent­warf er seit 1879 die Anlage des Süd­friedhofs.


Grabstätte Vollbild (231 kB!)

Am 28.02.1923 starb Professor Hugo Licht im Alter von 82 Jahren in Leipzig. Er wurde auf dem Süd­fried­hof be­graben (V. Ab­tei­lung, Rabatte 267/70).

Im Jahr 1919 wurde eine Straße im Leipziger Stadt­zentrum nach (dem noch lebenden) Professor Dr. H. Licht benannt (Hugo-Licht-Straße). Ein Medaillon mit dem Bildnis Lichts befindet sich am Rathaus­brunnen auf dem Burg­platz, eine Porträt­büste (von G. Wrba, 1872-1936) steht in der Unteren Wandel­halle des Neuen Rat­hauses. Von 1995 bis 2000 trug eine Grund­schule in der Süd­vorstadt den Namen »Hugo-Licht-Schule«.

Weblinks

Quellen

Fußnoten:
 1) heute: Siedlnica (Wojewodschaft Leszno, Polnische Republik)
 2) heute: Wschowa (Polnische Republik)
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