Professor Dr.-Ing. Hugo Georg Licht war Architekt und Stadtbaurat in Leipzig.
Licht studierte an der Königlich Preußischen Bauakademie in Berlin und bildete sich in Wien, Rom, Pompeji, London und Paris weiter. Von 1871 bis 1879 wirkte er freiberuflich in Berlin.
Im Jahr 1879 wurde H. Licht zum Leiter des Hochbauamtes der Stadt Leipzig berufen. Im Oktober 1896 wurde er von diesem Amt abberufen und für die Arbeiten am Neuen Rathaus freigestellt. Die Funktion als Stadtbaurat übte er bis 1906 aus.
H. Licht entwarf zahlreiche Leipziger Gebäude, u.a. das Schulgebäude Scharnhorststraße 15 (1883), die Seitenflügel des Städtischen Museums (1883-1886), das Konservatorium (1885-1887), das Predigerhaus der Nikolaikirche (1885-1887), den Schlachthof (1886-1888), den Umbau der Johanniskirche (1894-1897), das alte Grassimuseum (1894-1897), die Kasernen in Möckern (1895-1897), den hölzernen Aussichtsturm im Rosental (1896), das Neue Rathaus (1899-1905) und das Stadthaus (1908-1912). Außerdem war er am Entwurf und der Ausführung mehrerer Leipziger Denkmale beteiligt (u.a. Seyfferthdenkmal, Grabdenkmal für C. Tauchnitz). Gemeinsam mit den Gartendirektor O. Wittenberg (1834-1918) entwarf er seit 1879 die Anlage des Südfriedhofs.
Am 28.02.1923 starb Professor Hugo Licht im Alter von 82 Jahren in Leipzig. Er wurde auf dem Südfriedhof begraben (V. Abteilung, Rabatte 267/70).
Im Jahr 1919 wurde eine Straße im Leipziger Stadtzentrum nach (dem noch lebenden) Prof. Dr. H. Licht benannt (Hugo-Licht-Straße). Ein Medaillon mit dem Bildnis Lichts befindet sich am Rathausbrunnen auf dem Burgplatz, eine Porträtbüste (von G. Wrba, 1872-1936) steht in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses. Von 1995 bis 2000 trug eine Grundschule in der Südvorstadt den Namen »Hugo-Licht-Schule«.
