Neulindenauer Straßenbahntrasse

Die Neulindenauer Straßenbahntrasse ist eine zweigleisige elektrische Straßenbahnstrecke im Westen von Leipzig. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der (blauen) Großen Leipziger Straßenbahn zur Erschließung der Wohn- und Industriegebiete in Neulindenau angelegt.


Lage im Straßenbahnnetz

Die (ohne Gleisschleife) 1,9 Kilometer lange Strecke beginnt als westliche Verlängerung der Lindenauer Straßenbahntrasse an der Einmündung der Endersstraße (1886–1907: »Kaiser-Wilhelm-Straße«, 1907–1947: »Kaiserstraße«) in die Lützner Straße und führt in Straßenmitte der Lützner Straße nach Westen bis zum Süd-Ende der Plautstraße (zwischenzeitlich: »Brockdorff-Rantzau-Straße«), biegt hier nach Norden, und endet schließlich westlich der Plautstraße in einer Gleisschleife.

Entlang der Neulindenauer Straßenbahntrasse befinden sich die Haltestellen »Merseburger Straße« (an der Kreuzung der Merseburger Straße), »Henriettenstraße« (am Nord-Ende der Henriettenstraße), »Lindenau Bushof« (östlich der Kreuzung Lützner Straße/ Saalfelder Straße, in Höhe des ehemaligen Straßenbahnhofs Lindenau), »Credéstraße« (in Höhe der Credéstraße) und die inzwischen für den Linienverkehr stillgelegte Endstelle »Lindenau / Plautstraße« (in der Gleisschleife).

Haltestellen
km Name Linien
(0,0 Lindenauer Straßenbahntrasse)  8   15 
0,2 Merseburger Straße  8   15 
0,7 Henriettenstraße  8   15 
1,0 Lindenau, Bushof  8   15 
1,4 Credéstraße  8   15 
(1,6 Schönauer Straßenbahntrasse)  8   15 
1,9 Lindenau, Plautstraße    

Die Trasse wurde in mehreren Abschnitten angelegt. Ende des Jahres 1897 wurde der östliche Teil zwischen der Lindenauer Kaiser-Wilhelm-Straße und dem Straßenbahnhof Lindenau in Betrieb genommen, zunächst allerdings nur für innerbetriebliche Zwecke und noch ohne Linienverkehr. Erst am 20.12.1900 wurde der Linienbetrieb auf dem ersten Abschnitt der Neulindenauer Straßenbahntrasse mit der aus Probstheida kommenden Linie P (grüner Buchstabe auf weißer Kreisscheibe mit grünem Rand) eröffnet; die Endstelle an der Saalfelder Straße trug damals den Namen »Lindenau / Lütznerstraße«.

Als zweiter Abschnitt wurde am 01.11.1913 die Verlängerungsstrecke vom Straßenbahnhof Lindenau bis zur Umsetz-Endstelle Plautstraße in Betrieb genommen. Hier endete zunächst noch die Linie P, die später die Nummer 15 erhielt.

Im Jahr 1951 wurde die Kuppel-Endstelle Plautstraße zur Gleisschleife umgebaut.

Am 2. September 1982 wurde die Schönauer Straßenbahntrasse in Betrieb genommen, die von der Neulindenauer Straßenbahntrasse an der Einmündung Plautstraße / Lützner Straße abzweigt und weiter entlang der Lützner Straße nach Westen führt. Seitdem alle auf der Trasse verkehrenden Linien nach Schönau bzw. Miltitz weitergeführt werden, wird der 0,3 Kilometer lange Abschnitt in der Plautstraße nur noch für Umleitungen oder verspätungsgedingte Einkürzungen anderer Linien genutzt.

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