Blücherstraße

Die Blücherstraße (amtlicher Straßenschlüssel 08106) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Möckern (Gemarkung Möckern, Ortsteil Möckern).

Die 1.072 m lange Straße beginnt an der Huygensstraße (ursprünglich: »Eckardtstraße«) und führt geradlinig in westliche Richtung. Dabei kreuzt sie die Faradaystraße (ursprünglich: »Carolastraße«, »Königin-Carola-Straße«, »Mecklenburgstraße«), nimmt die von Süden kommende Nernststraße (ursprünglich: »Warburgstraße«) auf, kreuzt die Dantestraße (ursprünglich: »Thielestraße«) und nimmt die von Süden kommende Jupp-Müller-Straße (ursprünglich: »Rekowskystraße«) auf. Im Abschnitt zwischen Dante- und Jupp-Müller-Straße befindet sich auf der südlichen Straßenseite die evangelisch-lutherische Auferstehungskirche und das Kugeldenkmal Möckern. Im weiteren Verlauf kreuzt die Blücherstraße die Erika-von-Brockdorff-Straße (ursprünglich: »Lobenthalstraße«), wobei sie sich in nordwestliche Richtung wendet, kreuzt die Christian-Ferkel-Straße (ursprünglich: »Major-Hiller-Straße«, später: »Landwehrstraße«) und die Slevogtstraße (ursprünglich: »Wettinstraße«, »Völkerschlachtstraße«, später: »Trachenbergstraße«), nimmt die von Südwesten kommende Elli-Voigt-Straße (ursprünglich: »Sohrstraße«) auf, kreuzt die Gerstäckerstraße (ursprünglich: »Steinmetzstraße«) und mündet schließlich auf die Christoph-Probst-Straße (ursprünglich: »Losthinstraße«), die die Gemarkungsgrenze zu Wahren bildet.

Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nördlichen Straßenseite. Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04159.

Die heutige Blücherstraße besteht historisch aus zwei verschiedenen Teilen, die auch unterschiedliche Namen trugen:

Der Straßenabschnitt zwischen Huygensstraße und Erika-von-Brockdorff-Straße wurde um 1900 in der Gemeinde Möckern angelegt und erhielt den Namen Klüxstraße (nach dem preußischen Major Klüx, der 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig mit einem halben Jägerbataillon das Dorf Möckern stürmte und dabei schwer verwundet wurde; ursprünglich wurden alle benachbarten Straßen nach preußischen Militärs des Gefechts um Möckern benannt).

Der Straßenabschnitt zwischen Erika-von-Brockdorff-Straße und Christoph-Probst-Straße wurde ebenfalls um 1900 in der Gemeinde Möckern angelegt und erhielt den Namen Hünerbeinstraße (nach dem preußischen General Hünerbein, der 1813 beim Sturm auf Möckern die 8. Brigade führte).

Am 11.10.1950 wurde beschlossen, mit Wirkung vom 01.11.1950 die Klüxstraße und die Hünerbeinstraße zusammenzuziehen und gemeinsam in Blücherstraße umzubenennen (nach dem preußischen General G. L. Blücher, Fürst von Wahlstatt, 1742-1819, Oberbefehlshaber der das Dorf Möckern angreifenden Schlesischen Armee in der Völkerschlacht).

Von 1870 bis 1945 trug eine ganz andere Straße, die heutige Kurt-Schumacher-Straße in der Leipziger Nordvorstadt, den Namen »Blücherstraße«!
(Leider keine Ausnahme...)

Da die Straßenführung im Bereich der Kreuzung mit der Erika-von-Brockdorff-Straße lange Zeit unterbrochen war, gab es auf einigen Stadtplänen die Bezeichnungen Obere Blücherstraße (für den östlich der Jupp-Müller-Straße gelegenen Abschnitt; die ehemalige Klüxstraße) sowie Untere Blücherstraße (für den westlichen Abschnitt; die ehemalige Hünerbeinstraße).

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