Henricistraße

Die Henricistraße (amtlicher Straßenschlüssel 07133) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Lindenau (Ortsteil Altlindenau, statistische Bezirke 715 und 716, Gemarkung Lindenau, Flurstücke 563, 366 und 564a).

Die 526 Meter lange Straße beginnt am Lindenauer Markt und führt zunächst ein Stück in nordwestliche Richtung, wendet sich aber gleich in eine westlichere Richtung. Dann nimmt sie die nach Norden führende Rabenerstraße auf. Anschließend wendet sie sich selbst im rechten Winkel nach Norden. In einem von hier ab geradlinigem Verlauf kreuzt sie die Demmeringstraße (hier bis 1891 »Haupt­straße«), und die Roßmarktstraße (1877–1907 »Roßstraße«) und mündet schließlich auf die Erich-Köhn-Straße (1886–1907 »Wettinerstraße«, 1908–1950 »Albertinerstraße«). In geradliniger Verlängerung führt ein breiter Weg, der früher ebenfalls zur Henricistraße gezählt wurde, durch die Kleingartenanlage »Bach’sche Erben« bis auf die von Osten kommende Verlängerung der Wasserstraße (1886–1907 »Teichstraße«). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der südlichen bzw. östlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04177.

Die Straße wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in der Gemeinde Lindenau angelegt und hieß zunächst Harkortstraße (Harkortſtraße?).

Da es bei der Eingemeindung von Lindenau in die Stadt Leipzig am 1. Januar 1891 den Straßennamen »Harkortstraße« in Leipzig bereits gab, musste die Lindenauer Harkortstraße umbenannt werden.

Am 10. März 1906 wurde beschlossen, die Lindenauer Harkortstraße mit Wirkung vom 1. Januar 1906 in Henricistraße (Henriciſtraße) umzubenennen. Damit wurde (in Analogie zur Rabenerstraße) der Leipziger Dichter Christian Friedrich Henrici (1700–1764) geehrt.


Südteil um 1908

Erst in den 1930er Jahren oder nach dem 2. Weltkrieg (nach Abbruch der Bebauung Henricistraße 18) wurde die ca. 80 Meter lange geradlinige Verlängerung der Nord-Süd-Teils der Henricistraße nach Süden geschaffen (Flurstück 1370), wo sie seitdem in die Kuhturmstraße mündet (einen kurzen Seitenarm der Kuhturmstraße gab es aber schon länger). Mit diesem Durchbruch entstand die jetzige dreiarmige Straßenkreuzung, an der alle Straßen den gleichen Namen tragen.

Quellen

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