Rudolph-Sack-Straße

Die Rudolph-Sack-Straße (amtlicher Straßenschlüssel 05082) ist eine kurze Anliegerstraße im Leipziger Stadtteil Plagwitz (Ortsteil Plagwitz, statistischer Bezirk 510; Gemarkung Plagwitz, Flur­stücke 436 und 423).


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Die 245 Meter lange Straße beginnt an der Zscho­cher­schen Straße (zwischenzeitlich: »Philipp-Müller-Straße«) und führt geradlinig in ostsüdöstliche Richtung. Dabei kreuzt sie die Erich-Zeigner-Allee (hier ursprünglich »Canalallee«, später »Canalstraße«, »Elisa­beth­allee«) und mündet schließlich auf die Alte Straße. Im südwestlichen Winkel der Kreuzung mit der Erich-Zeigner-Allee befindet sich die evangelisch-lutherische Heilandskirche. Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der südlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04229.

Die Straße wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in der Gemeinde Plagwitz angelegt und erhielt zunächst den Namen Friedrichstraße (Friedrich­ſtraße?, vermutlich nach einem Grundstückseigentümer oder dessen Angehörigen). Ein heute nicht mehr als Straße erhaltenes Teilstück führte dabei quer zur eigentlichen Straße westlich an der Heilandskirche vorbei auf die Weißenfelser Straße (hier ursprünglich »Schulstraße«), so dass die Kirche an allen vier Seiten von Straßen umgeben war.

Da es bei der Eingemeindung von Plagwitz in die Stadt Leipzig am 1. Januar 1891 den Straßennamen in Leipzig bereits gab und damals Alt-Leipziger Straßen generell geschont wurden, musste die Plagwitzer Friedrichstraße umbenannt werden.

Im Jahr 1897 erhielt das bisher namenlose Teilstück zwischen Elisabethallee und Alter Straße, in dem sich seit 1878 ein Kindergarten befand, den Namen Fröbelstraße (Fröbel­ſtraße). Damit wurde der Pädagoge Friedrich Fröbel (1782–1852) geehrt, der als Schöpfer der Kindergärten gilt.

Am 22. Oktober 1904 wurde beschlossen, die Plagwitzer Friedrichstraße mit Wirkung vom 1. Januar 1905 mit zur Fröbelstraße zu ziehen. Dabei wurden offenbar auch die Hausnummern neu vergeben.

Nach der Eingemeindung von Wiederitzsch in die Stadt Leipzig zum 1. Januar 1999 gab es auch den Straßennamen »Fröbelstraße« doppelt.

Am 6. Dezember 2000 wurde beschlossen, die Plagwitzer Fröbelstraße (zu Gunsten der Wiederitzscher, die ihren Namen behalten konnte) mit Wirkung vom 1. April 2001 in Rudolph-Sack-Straße umzubenennen (nach dem Plagwitzer Landmaschinen-Fabrikanten Rudolph Sack, 1824–1900).

Von ca. 1900 bis mindestens 1945 trug eine ganz andere, heute namenlose Straße, die vorherige Quaistraße im Leipziger Stadtteil Lindenau, den Namen »Rudolph-Sack-Straße«!
(Leider keine Ausnahme...)

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