Dr.jur. Heinrich Blümner war Jurist und Ratsherr in Leipzig sowie Rittergutsbesitzer.
Heinrich Blümner wurde am 18.10.1765 als Sohn des Kreisamtmanns J. G. Blümner (1724-1798) in Leipzig geboren.
Nach dem Tode seines Vaters erbte er das Rittergut Großzschocher mit Windorf, das dieser am 06.10.1796 gekauft hatte.
Heinrich Blümner war Ratsherr (Proconsul), Vorsteher der Stadtbibliothek sowie Theater-Deputierter und führte den Titel »Oberhofgerichtsrat«.
Um das Jahr 1804 wurde Blümner als Stadtrichter vermutlich von A. Graff (1736-1813) in Öl porträtiert.
Im Jahr 1818 erschien im Verlag F. A. Brockhaus die von ihm verfasste »Geschichte des Theaters in Leipzig«.
Nachdem Dr. H. Blümner auf dem Landtag 1827 die Rechte der Kirche verteidigte, erhielt er vom Grafen von Schönburg-Waldenburg einen wertvollen silbernen Abendmahlskelch geschenkt.
In seinem Testament vom 29.02.1832 stiftete er der Armenanstalt 4.000 Thaler, die im August 1839 ausgezahlt wurden. Außerdem stiftete er der Theater-Pensionsanstalt 500 Thaler, die ihm als ehemaligen Stadtrat als Pension zwar zustanden, die er aber seit 1831 nicht mehr erhalten hatte. Der Kirche Großzschocher, deren Patron er war, vermachte er 2.000 Thaler, zwei Ölgemälde, die den Herzog von Sachsen Moritz (1521-1553) bzw. den Reformator Dr. M. Luther (1483-1546) darstellen, sowie den silbernen Abendmahlskelch. Weitere 3.000 Thaler stiftete er dem Armenwesen der Dörfer Großzschocher und Windorf.
Dr. Heinrich Blümner starb am 13.02.1839 im Alter von 73 Jahren in Leipzig. Er war verwitwet und hinterließ keine Kinder. Das Rittergut Großzschocher erbten seine beiden Nichten Laura (Gattin des Geheimen Regierungsrates von Gruner) sowie Minna (Gattin des sächsischen Staatsministers P. Freiherr von Falkenstein, 1801-1882)
Im Jahr 1896 wurde eine Straße im Leipziger Stadtteil Schleußig nach ihm benannt (Blümnerstraße).