Westvorstädter Straßenbahntrasse

Die Westvorstädter Straßenbahntrasse wurde im Jahr 1889 von der Leipziger Pferde-Eisenbahn zur Erschließung der inneren Westvorstadt angelegt.

Die Trasse beginnt an der Ring-Straßenbahntrasse an der Einmündung der Käthe-Kollwitz-Straße (hier ursprünglich in z.T. erheblich geänderten Verlauf »Promenadenstraße«, später: »Lipinskistraße«) in den Goerdelerring (hier ursprünglich: »Fleischerplatz«, später: »Friedrich-Engels-Platz«) und führt entlang der Käthe-Kollwitz-Straße bis zu den Einmündungen der Alexanderstraße und der Max-Beckmann-Straße (ursprünglich Teil der Alexanderstraße). Von hier aus führte sie zunächst entlang der alten Promenadenstraße in geradliniger Verlängerung weiter nach Südwesten, kreuzte die Weststraße (heute ein Teil der Friedrich-Ebert-Straße) und die hier verlaufende Plagwitzer Straßenbahntrasse am heute noch erkennbaren, aber namenlosen »Alten Westplatz«, befuhr auch das heute noch vorhandene, namenlose westlichste Stück der Promenadenstraße und endete schließlich an der Wiesenstraße (heute: Gustav-Mahler-Straße).

Die Westvorstädter Straßenbahntrasse wurde am 28.10.1889 mit einer Pferdebahnlinie eröffnet, deren Liniensymbol von links unten nach rechts oben diagonal geteilt war. Die (rechts-) untere Hälfte war innen gelb und außen grün; die (links-) obere war innen grün und außen gelb markiert. Ihre Gegen-Endstelle hatte diese Linie auf der Schlachthof-Straßenbahntrasse.

Am 05.03.1897 wurde auf der Westvorstädter Straßenbahntrasse der elektrische Straßenbahnbetrieb aufgenommen. Seit 13.11.1897 verkehrte auf dieser Trasse die Linie »K«, die dann aber in die nördliche Weststraße einbog und weiter über die Plagwitzer, Altplagwitzer und Kleinzschochersche Straßenbahntrasse nach Kleinzschocher führte.

In den 1920er und 1930er Jahren verkehrte hier die Linie 8.

Am 11.02.1961 wurde die zwischen Friedrich-Ebert- und Alexanderstraße in ihren heutigen Verlauf verschwenkte Trasse in Betrieb genommen, die nun in einer Kreuzung direkt in die Plagwitzer Straßenbahntrasse einmündet. Dabei wurde auch eine doppelgleisige Kurve aus der östlichen Käthe-Kollwitz-Straße in die nördliche Friedrich-Ebert-Straße eingebaut.

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