Die Ihmelsstraße (amtlicher Straßenschlüssel 03129) ist eine Anliegerstraße im Leipziger Osten (Gemarkungen Sellerhausen und Crottendorf, Ortsteil Volkmarsdorf).
Die 297 m lange Straße beginnt an der Roßbachstraße (Gemarkung Crottendorf) und führt geradlinig in nordöstliche Richtung. Dabei wechselt sie in die Gemarkung Sellerhausen, kreuzt die Krönerstraße, wendet sich etwas in nördliche Richtung und mündet schließlich in einer platzartigen Erweiterung auf die Wurzner Straße (zwischenzeitlich: »Erich-Ferl-Straße«; gegenüber der Einmündung der Graßdorfer Straße [ursprünglich: »Jacobstraße«, zwischenzeitlich: »Schröterstraße«]). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der südöstlichen Straßenseite. Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04315.
Die Straße wurde in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts nach der Überwölbung der Östlichen Rietzschke in derem Verlauf, z.T. auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Neusellerhausen, angelegt. Am 11.11.1899 wurde beschlossen, der neu angelegten Straße mit Wirkung vom 30.11.1899 den Namen Brandiser Straße zu geben (nach der Stadt Brandis östlich von Leipzig, zu der sie allerdings weder gehörte noch führte; gleichzeitig wurde aber auch die Engelsdorfer Straße [heute: Geyerstraße] nach einem östlichen Vorort vom Leipzig benannt).
Da es nach der Eingemeindung von Baalsdorf zum 01.01.1999 den Straßennamen »Brandiser Straße« doppelt gab, musste eine Brandiser Straße umbenannt werden. Die Brandiser Straße in Baalsdorf führt (über Hirschfeld, Wolfshain und Beucha) tatsächlich nach Brandis, ist somit eine echte Richtungsstraße und konnte ihren Namen behalten. Am 06.12.2000 wurde beschlossen, der Brandiser Straße im Ortsteil Volkmarsdorf mit Wirkung vom 01.04.2001 den Namen Ihmelsstraße zu geben (nach dem Leipziger Studenten W. Ihmels, 1926-1949).
Im Gebäude Ihmelsstraße 14 befand sich um 1913 die X. Bürgerschule, um 1940 die 18. Volksschule und später die 18. Polytechnische Oberschule »Hermann Liebmann«. Diese wurde 1992 in die 18. Grundschule (1999 geschlossen) und die 18. Mittelschule (inzwischen ebenfalls geschlossen) aufgespalten. Heute steht das Schulgebäude leer.
Das Konzept »Grünes Rietzschkeband« zur Umgestaltung des Leipziger Ostens plant die optische Trennung der Ihmelsstraße von der Volkmarsdorfer Bebauung durch eine Struktur »Dunkler Wald«, die sich beidseitig der Wurzner Straße erstrecken soll.
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