Schumann, Robert

* 08.06.1810 Zwickau; gestorben29.07.1856 Endenich bei Bonn

Briefmarke
Briefmarke von 1956

Robert Alexander Schumann war Komponist und Musikkritiker. Von 1828 bis 1844 wirkte er in Leipzig.

Am 29.03.1828 immatrikulierte sich R. Schumann als Jurastudent an der Universität Leipzig. Er wohnte zunächst in einem Zimmer des Hauses Brühl 454. Während eines Studienaufenthaltes in Heidelberg 1829 / 1830 entschied er sich gegen eine juristische Laufbahn; von nun ab widmete er sich nur noch der Musik. Er nahm privaten Klavier-Unterricht bei dem Musikpädagogen F. Wieck (1785-1873). Nachdem infolge einer Lähmung des rechten Mittelfingers eine Tätigkeit als Pianist unmöglich wurde, verlegte er sich auf das Komponieren (zunächst ausschließlich für das Klavier), wofür er Kompositions-Unterricht beim Kapellmeister des Leipziger Theaters H. Dorn nahm.

Am 17.10.1833 misslang Schumanns erster Versuch, sich das Leben zu nehmen.

Seit Ende 1833 gehörte Schumann zu den Davidsbündlern. Von 1834 bis 1844 war er Herausgeber der von ihm initiierten Neuen Zeitschrift für Musik.

Zum engeren musikalischen Freundeskreis Schumanns in Leipzig gehörten die fast mit ihm gleichaltrigen F. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847, Gewandhaus-Kapellmeister seit 1835) und der Pianist F. List (1811-1886). Auch zu F. Wieck entwickelte sich zunächst ein freundschaftliches Verhältnis. Als Untermieter in Wiecks Wohnung lernte er dessen Tochter, die Pianistin C. Wieck (1819-1896) kennen und später auch lieben.

Am 12.09.1840 heiratete er Clara Wieck in der Dorfkirche Schönefeld. Die Zustimmung ihres Vaters musste er sich allerdings vor Gericht erstreiten, wobei der Leipziger Rechtsanwalt W. Einert (1794-1868) das junge Paar vertrat. Von 1840 bis zum Wegzug von Leipzig im Jahr 1844 wohnte die junge Familie Schumann im Haus Inselstraße 5 (heute Robert-Schumann-Haus, Inselstraße 18). Am 01.09.1841 wurde ihre Tochter Marie, am 25.04.1843 die zweite Tochter Elise geboren. Ihnen folgten noch sechs weitere Kinder.

Im Jahr 1843 wurde R. Schumann Lehrer am eben von Mendelssohn Bartholdy gegründeten Conservatorium der Musik.

Erste Anzeichen einer psychischen Krankheit (vor allem Depressionen und Wahnvorstellungen) sowie sicher auch die Enttäuschung darüber, dass Schumann nicht Nachfolger des 1840 nach Berlin berufenen, aber 1844 nach Leipzig zurückgekehrten Mendelssohn Bartholdy als Gewandhaus-Kapellmeister wurde, führten dazu, dass Robert und Clara Schumann am 13.12.1844 Leipzig verließen und nach Dresden zogen.

In Dresden wirkte R. Schumann als Chorleiter. Im Jahr 1850 ging er als Städtischer Musikdirektor nach Düsseldorf.

Nach einem misslungenen Versuch der Selbsttötung durch Sprung in den Rhein am 27.02.1854 lebte R. Schumann in der Heilanstalt Endenich bei Bonn, wo er am 29.07.1856 im Alter von 46 Jahren starb.

Seit 1875 erinnert ein Denkmal in Leipzig an R. Schumann.

Im Jahr 1889 wurde eine Straße in der Leipziger Südwestvorstadt (Musikviertel) nach R. Schumann benannt (Robert-Schumann-Straße). Seit Anfang der 1990er Jahre trägt auch ein Gymnasium im Leipziger Stadtteil Lindenau seinen Namen (Robert-Schumann-Schule). Im Jahr 2005 wurde eine Straßenbrücke im Musikviertel nach ihm umbenannt (Robert-Schumann-Brücke).

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Quellen

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