Robert-Schumann-Brücke

Die Robert-Schumann-Brücke ist eine Straßenbrücke über den Pleißemühlgraben (zwischen der Spießbrücke im Süden und der Lampebrücke im Norden) im Musikviertel. Sie verbindet die von Osten kommende Paul-Gruner-Straße (ursprünglich: »Sidonienstraße«) mit der am westlichen Brückenlager kreuzenden Simsonstraße, die wenige Meter südlich in die Grassistraße einmündet (gegenüber der nach Westen führenden Robert-Schumann-Straße). Am östlichen Brückenlager endet die von Norden kommende Lampestraße.

Die Brücke wurde in der Mitte der 1880er Jahre bei der Bebauung der Leipziger Südwest-Vorstadt angelegt und erhielt zunächst den Namen Sidonienbrücke (nach der Prinzessin von Sachsen Sidonie, 1834-1862).

Da die Stadtverwaltung im Jahr 2005 den Namen Paul-Gruner-Brücke benutzte, wurde die Sidonienbrücke offenbar umbenannt – möglicherweise gleichzeitig mit der Umbenennung der Sidonienstraße in Paul-Gruner-Straße zum 01.11.1950 (nach dem Schlosser und Antifaschisten P. Gruner, 1890-1947).

Infolge der Überwölbung des Pleißemühlgrabens im Jahr 1952 verlor die Brücke ihre eigentliche Funktion und erschien später als ein normales Stück Straße. Gleichzeitig wurde der Bereich südlich der Brücke platzartig aufgeweitet, so dass seitdem eine geradlinige Verbindung zwischen Paul-Gruner- und Robert-Schumann-Straße besteht.

Bei der vorgesehenen Wiederfreilegung des Pleißemühlgrabens soll die Brücke erneuert werden.

Am 12.10.2005 beschloss die Ratsversammlung ohne erkennbaren Grund, die Paul-Gruner-Brücke in Robert-Schumann-Brücke umzubenennen (nach dem Komponisten und Musikschriftsteller R. Schumann, 1810-1856). Möglicherweise sollte der Name »Paul Gruner« aus dem Stadtbild getilgt werden; die benachbarte Paul-Gruner-Straße wurde aber verschont. Auch wurde nicht der ursprüngliche Name »Sidonienbrücke« gewählt, sondern ein völlig neuer.

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