Benediktinerinnenkloster St. Georg

Im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts ließen sich Nonnen in Leipzig nieder (erste Erwähnung im Jahr 1230), die wegen Wassermangel aus Hohenlohe (heute zur Gemeinde Kitzen, Kreis Leipzig) kamen und ihr dem Heiligen Georg geweihtes Kloster südwestlich außerhalb der Leipziger Altstadt im Bereich der heutigen Fritz von Harck-Anlage (alte Häusernummer 788) errichteten. Die Georgennonnen, die zunächst dem Zisterzienser-Orden angehörten, wurden auch als »Marienmägde« oder als »die Armen von der Buße Mariae Magdalenae« bezeichnet.

Im Jahr 1241 schenkte der Markgraf von Meißen Heinrich (1216-1288) die Mühle in »lusitz«.

Im Jahr 1245 erhielt das Nonnenkloster durch eine Stiftung die Bauernwiesen bei Connewitz, das Nonnenholz und das Scheibenholz.

Um 1480 wechselte das Kloster in den Benediktiner-Orden.

Von 1525 bis 1542 war das Nonnenkloster St. Georg Besitzer des Gutes Schleußig.

Nach der Reformation in Leipzig 1539 verließen die Nonnen im Jahr 1541 ihr Kloster. Am 06.08.1543 kaufte die Stadt Leipzig das Benediktinerinnen-Kloster St. Georg.

Die Klostergebäude wurden nach 1545 abgebrochen. Das Baumaterial diente zum Teil dem Wiederaufbau der Pleißenburg. Auf dem Klostergrundstück wurde 1679 die Rote Wasserkunst errichtet.

Nach den Georgennonnen wurde in Leipzig u.a. das Waldstück »Die Nonne« (auch »Nonnenholz«), die Nonnenmühle sowie die beiden Straßen Nonnenweg und Nonnenstraße benannt.