Der kirchliche Friedhof Plagwitz
befindet sich im Leipziger Westen
(Gemarkung
Plagwitz,
Ortsteil
Neulindenau, vgl.
Stadtplan bei LVZ-Online
).
Er führt die Adresse
Stockmannstraße 13
und ist 4,5 ha groß.
Der Friedhof wurde im Jahr 1880 auf einem aus dem Rittergutsbezirk Kleinzschocher herausgelösten und der Gemeinde Kleinzschocher angegliederten Grundstück angelegt. Er war zunächst vermutlich eine Außenstelle des Friedhofs Kleinzschocher, auf dem die Toten aus Plagwitz bisher bestattet wurden, da die Gemeinde Plagwitz damals noch zur Kirchgemeinde Kleinzschocher gehörte. Nach der Abspaltung der Kirchgemeinde Plagwitz von Kleinzschocher im Jahr 1885 kam der Friedhof Plagwitz in die Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Heilandsgemeinde Plagwitz.
Ursprünglich umfasste der Friedhof Plagwitz nur den nördlichen Teil (Abteilungen I und II), der im Süden von der Kapelle begrenzt wurde. Dieser Teil wurde vor 1903 in die Gemarkung Plagwitz eingeflurt. Später wurde der Friedhof nach Süden in seine heutigen Grenzen erweitert (Abteilung III); auch das neue Friedhofsgelände wurde (vor 1920) nach Plagwitz eingeflurt.
Im Jahr 1977 wurde der Friedhof Schönau in den Friedhof Plagwitz umgebettet. Daran erinnert ein Gedenkstein sowie der Grabstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Schönauer.
Auf dem Friedhof Plagwitz befinden sich die Grabmale bedeutender Leipziger Unternehmer und ihrer Familien, u.a. H. Brehmer (1844-1891), E. Mey (1844-1903) und R. Sack (1824-1900). Im Familienbegräbnis Brehmer liegt das Grab des Leipziger Bildhauers M. Molitor (1873-1929).