Krause-Graumnitz, Heinz - Musikwissenschaftler und Komponist in Leipzig

Krause-Graumnitz, Heinz

* 11.05.1911 Dresden; gestorben31.03.1979 Leipzig

Dr.phil. Heinz Krause-Graumnitz war Musik­wissenschaftler, Komponist und Hochschul­lehrer in Leipzig.

Heinz Kurt Emil Krause wurde am 11.05.1911 als zweiter Sohn des Amts­rates Kurt Krause und dessen Gattin Helene geborene Graumnitz in Dresden geboren.

Von 1930 bis 1936 studierte er Musik und Germanistik in Leipzig. Am Landes­konservatorium der Musik waren seine Lehrer u.a. R. Teichmüller (1863-1939) und H. Grabner (1886-1969). An der Universität hörte er u.a. bei T. Kroyer (1873-1945). Als Student war Krause seit Herbst 1930 ein aktives Mitglied des von F. Rabenschlag (1902-1973) gegründeten und geleiteten »Madrigal­kreises Leipziger Studenten«, der später im Leipziger Universitäts­chor aufging. Mit Rabenschlag verband ihn eine lebenslange Freund­schaft.

Im Jahr 1935 promovierte er mit der Dissertation »Johann Beer (1655-1700). Zur Musik­auffassung im 17. Jahr­hundert« an der Universität Leipzig zum Dr.phil. (Fach­gebiet Musik­wissenschaft), im Jahr 1936 legte er die Staats­examina ab.

Seit 1935 wirkte Dr. Krause in Dresden, wo er u.a. den Heinrich-Schütz-Kreis gründete. Er war Dozent für Musik­geschichte an der Orchester­schule der Staats­kapelle und seit 1938 am Konservatorium. Die Vorarbeiten zu einer geplanten Dissertation über Clamor Heinrich Abel (1634-1696) verbrannten 1945 in Dresden. Von 1947 bis 1953 war er Musik­direktor und Kapell­meister an verschiedenen Theatern.

Von 1953 bis 1961 und, nach einer Anstellung in Rostock, erneut von 1966 bis zur Emeritierung 1976 war Dr. Krause-Graumnitz Dozent für Dramaturgie und Geschichte des Musik­theaters an der Theater­hochschule Leipzig.

Dr. Krause-Graumnitz wurde 1970 mit dem Kunst­preis der DDR und 1976 mit dem Kunst­preis der Stadt Leipzig ausgezeichnet.

Dr.phil. Heinz Krause-Graumnitz starb am 31.03.1979 im Alter von 67 Jahren in Leipzig. Er wurde auf dem Leipziger Süd­friedhof (XXIII. Abteilung) beigesetzt.

Bei der Berliner Akademie der Künste wurde ein Krause-Graumnitz-Archiv eingerichtet, sein Privat­archiv befindet sich im Familien­besitz in Leipzig.

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