Südfriedhof-Straßenbahntrasse


Lage im Straßenbahnnetz

Die Südfriedhof-Straßenbahntrasse wurde im Jahr 1890 von der Leipziger Pferde-Eisenbahn zur Verkehrsanbindung des 1886 eröffneten Südfriedhofs angelegt.

Die Trasse beginnt als Verlängerung der Thonberger Straßenbahntrasse an der Einmündung der Mühlstraße in die Prager Straße (ursprünglich: »Reitzenhainer Straße«, später: »Leninstraße«) und führt entlang der Prager Straße nach Südosten bis zum Friedhofsweg, in den sie nach Süden einbog und wo sie zunächst mit einer Kuppelendstelle endete.

Liniensymbol
Die Südfriedhof-Straßenbahntrasse wurde am 08.09.1890 mit einer Pferdebahnlinie eröffnet, die von Lindenau kam und als Liniensymbol eine grüne Kreisscheibe mit weißem Punkt in der Mitte erhielt.

Am 19.01.1901 wurde das Liniensymbol durch den Buchstaben »F« (wie Friedhof) ersetzt, zunächst weiß auf der grünen Kreisscheibe, ab Mai 1906 schwarz auf weißer Kreisscheibe.

Am 30.10.1896 wurde auf der Südfriedhof-Straßenbahntrasse der elektrische Straßenbahnbetrieb aufgenommen.

Am 01.06.1898 wurde die Strecke entlang des Friedhofswegs bis zu dessen Süd-Ende (Einmündung in die Straße An der Tabaksmühle) verlängert.

Am 20.12.1900 wurde die Probstheidaer Straßenbahntrasse in Betrieb genommen, die von der Südfriedhof-Straßenbahntrasse am Nord-Ende des Friedhofswegs abzweigt und weiter entlang der Prager Straße nach Südosten führt.

Am 17.02.1913 wurde durch die Leipziger Elektrische Straßenbahn die Straßenbahntrasse im (östlichen) Windmühlenweg (heute: Philipp-Rosenthal-Straße) in Betrieb genommen, die aus dem Windmühlenweg kommend nach Südosten in die Reitzenhainer Straße einbog. Hier verkehrte die Linie 10, die an einer Kuppel-Endstelle östlich der Reitzenhainer Straße in Höhe der heutigen Naunhofer Straße endete.

Am 18.12.1914 wurde die Gleisschleife Südfriedhof in Betrieb genommen, die die bisherige Umsetzendstelle im Friedhofsweg ersetzte und direkt an den Haupteingang des Südfriedhofs sowie an das am 18.10.1913 eingeweihte Völkerschlachtdenkmal führt.

Bei der Umstellung der Buchstaben-Linien auf Ziffern im zweiten Halbjahr 1919 erhielt die bisherige Linie F die Nummer 18, die aber aber von 1920 bis zum 14.12.1924 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Großen Leipziger Straßenbahn nicht verkehrte. Seit 15.06.1925 wurde die Südfriedhof-Straßenbahntrasse von der Linie 19 erschlossen.

Am 01.03.1928 wurde die Verbindungs-Trasse zwischen Stötteritzer Straßenbahntrasse und Südfriedhof-Straßenbahntrasse in Betrieb genommen, die aus der Riebeckstraße von Norden kommend mit einer doppelgleisigen Kurve nach Südosten in die Reitzenhainer Straße einbog und von der Linie 22 (bis Gleisschleife Südfriedhof) befahren wurde.

Am 04.01.1930 wurde die Südring-Straßenbahntrasse in Betrieb genommen, die am Nord-Ende der Gleisschleife Südfriedhof begann und nach Westen in die Richard-Lehmann-Straße (ursprünglich: »Kaiserin-Augusta-Straße«) führte. Hier verkehrte vom 04.01.1930 bis zur Stilllegung der Südring-Straßenbahntrasse am 27.05.2001 (von vorübergehenden baubedingten Zwangspausen abgesehen) die Linie 22.

Inzwischen wurde der Abschnitt entlang des Friedhofswegs stillgelegt.

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