Gleisschleife Kleinzschocher


Lage im Straßenbahnnetz

Die Gleisschleife Kleinzschocher der Leipziger Straßenbahn befand sich an der Groß­zschocher­schen Straßenbahntrasse im Leipziger Stadtteil Klein­zschocher (Ortsteil Klein­zschocher, Gemarkung Klein­zschocher).

Die Gleisschleife begann an der Dieskaustraße (zwischenzeitlich: »Straße des Komsomol«), wo sie mit einer Weiche von Norden kommend nach Westen in die Pörstener Straße (bis 2001 »Miltitzer Straße«) einbog. Diese befuhr sie eingleisig, bog nach Süden in die Luckaer Straße und nach Osten in die Kötzschauer Straße. Hier spaltete sie sich in zwei Gleise auf, die sich kurz vor der Einmündung in die Dieskaustraße wieder vereinten. Schließlich führte ein Gleis wieder nach Norden in die Dieskaustraße. Die Gleisschleife lag unmittelbar nördlich vom ehemaligen Straßenbahnhof Kleinzschocher, der keine Umfahrung oder Wende­schleife hatte.


1964

Die Gleisschleife Kleinzschocher wurde am 2. Juli 1926 von der Großen Leipziger Straßenbahn als Ersatz für das etwas weiter südlich liegende Gleis­dreieck Ringstraße in Betrieb genommen. Sie diente zum Wenden der planmäßig in Kleinzschocher endenden landwärtigen Linien: zunächst bis 1945 die Linie 5, danach die Linie 3 (bis mindestens 1971) und die Linie 8 (11.08.1960–14.12.1969).

Die Gleisschleife wurde seitdem nicht mehr im Linienverkehr genutzt, war aber noch funktions­tüchtig und kam gelegentlich bei Umleitungen oder Bau­maßnahmen zum Einsatz. Im Zuge der Gleis­erneuerung in der Dieskau­straße wurde sie am 3. Juni 2024 endgültig stillgelegt.

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