Schletterhaus

Das ehemalige Schletterhaus befand sich auf dem Grundstück Petersstraße 26 (alte Häusernummer 112) auf der Südseite des hier von Westen kommenden und in die Petersstraße einmündenden Sporergäßchens.

Das Haus gehörte im 16. Jahrhundert dem Leipziger Ratsherrn Cuntz Crell. Dessen Enkel Christoph von Hoym verkaufte es im Jahr 1589 an den Leipziger Gelehrten Prof.Dr. Franz Romanus († 1638). Seit dem Jahr 1637 ist der Name Zum großen Christoph nachgewiesen. Später hieß es auch nach den jeweiligen Besitzern Kobsches Haus und Küstnersches Haus (um 1830).

Im Jahr 1836 kam der Leipziger Kaufmann A. H. Schletter (1793–1853) in den Besitz des Hauses, nach ihm hieß es später Schletterhaus.

In seinem Testament vom 06.03.1853 stiftete Schletter das Grundstück der Stadt Leipzig unter der Bedingung, dass der aus dem Grundstücksverkauf erzielte Erlös zum Kauf oder Neubau eines Museums eingesetzt wird. Die Stadt nahm die Stiftung an, eröffnete am 18.12.1858 das Städtische Museum und verkaufte das Haus im Jahr 1863.

Im Jahr 1920 wurde das Schletterhaus abgebrochen. Unmittelbar vor dem Abbruch wurde das Gebäude durch das Atelier H. Walter vollständig fotographisch dokumentiert. Auf dem Grundstück wurde 1920 / 1921 das Messehaus Concentrahaus errichtet, das in Erinnerung an den Vorgängerbau über dem Eingang den Schriftzug »SCHLETTERHAUS« trägt.

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