Hohmann, Peter

* 26.07.1663 Könnern; gestorben02.01.1732 Leipzig

Peter Hohmann war Handelsherr und Bankier in Leipzig.

Er kam 1680 als Kaufmanns­lehrling nach Leipzig. Am 16.04.1694 erwarb er für 55 Reichs­thaler das Bürger­recht der Stadt Leipzig.

Als Besitzer eines großen Handels-, Speditions- und Bank­hauses kam er rasch zu hohem Vermögen. Unter anderem versorgte er die krieg­führenden Truppen des deutschen Kaisers Karl VI. (1685-1740) mit Lebens­mitteln und Ausrüstung.

Seit 1715 war er Ratsherr in Leipzig; außerdem war er Rats­baumeister. Er ließ sich drei barocke Bürger­häuser errichten: Markt 11 (Hohmanns Hof, seit 1829 Aeckerleins Hof), Katharinen­straße 16 und Peters­straße 15 / Neumarkt 16 (Hohmanns Hof) und kaufte insgesamt dreizehn Ritter­güter (u.a. Cröbern, Crostewitz, Göhren, Großdeuben, Großstädteln, Mockern und Oberglauchau).

Am 02.03.1717 wurde P. Hohmann in Wien für seine Verdienste als Kriegs­lieferant des Kaisers in den Reichs­adel und Reichs­ritterstand mit dem Prädikat »Edler von Hohenthal« erhoben1).

P. Hohmann war mit Gertrud Sabine, geborene Koch (gestorben29.03.1747) verheiratet, mit der er mehrere Söhne, u.a. Christian Gottlieb und Carl Ludwig, hatte. Seine Nachkommen wurden 1790 in den Grafen­stand erhoben.

In seinem Testament vom 26.11.1731 stiftete P. Hohmann, Edler von Hohenthal, dem Almosen­amt der Stadt 5.000 Taler und dem Willigen Almosen 2.000 Taler, deren Zinsen an die Armen­kasse bzw. für Speisungen der Lazarett-Insassen verwendet werden sollten.

Am 02.01.1732 starb Peter Hohmann, Edler von Hohenthal, im Alter von 68 Jahren in Leipzig.

Im Jahr 1898 wurde eine Straße auf der ehemaligen Petzscher Mark in Leipzig nach ihm benannt (Hohmann­straße).

Quellen

Weblinks

Fußnote:
 1) das Stadtlexikon Leipzig von A bis Z behauptet falsch, er wurde »1717 geadelt und in den Grafen­stand erhoben«. Erst sein Sohn Christian Gottlieb wurde 1736 zum Reichs­freiherrn erhoben, ein weiterer Nach­komme schließlich 1790 zum Reichs­grafen - lange nach dem Tode Hohmanns.
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