Mendelssohnstraße

Die Mendelssohnstraße (Mendelsſohnſtraße)? ist eine Anliegerstraße in der inneren Leipziger Westvorstadt (Ortsteil Zentrum-West, Gemarkung Leipzig). Sie hat den amtlichen Straßen­schlüssel 05011.

Die 154 Meter lange Straße beginnt an der Elsterstraße und führt geradlinig in sü;dwestliche Richtung, nimmt die von Südosten kommende Alexanderstraße auf und mündet auf die Friedrich-Ebert-Straße (hier ursprünglich: »Weststraße«, zwischenzeitlich »Hindenburgstraße«). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nordwestlichen Straßenseite. Seit dem 1. Juli 1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04109.

Die Straße wurde im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts angelegt. Bis ca. 1880 führte sie nach Westen ein Stück über die Weststraße hinaus und endete als Sackgasse am Elstermühlgraben.


F. Mendelssohn1)

Am 20. Februar 1864 erhielt die Straße zum 22. Februar 1864 den Namen Mendelssohnstraße. Damit wurde an den Leipziger Ehrenbürger, Komponisten und Kapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) erinnert, der in Leipzig wirkte und starb.

Am 9. März 1935 wurde die Mendelssohnstraße aus rassistischen Gründen2) mit Wirkung zum 1. Mai 1935 in Anton-Bruckner-Straße (Anton-Bruckner-Straße) umbenannt. Damit wurde nun der österreichische Komponist und Organist Anton Bruckner (1824–1896) geehrt.

Am 19. Mai 1945 wurde die Straße unter US-amerikanischer Verwaltung mit sofortiger Wirkung in Mendelssohnstraße zurückbenannt.

Quellen

 1) Abbildung aus: Zweihundert Bildnisse und Lebens­abrisse berühmter deutscher Männer. Dritte verbesserte Auf­lage. Leipzig: Georg Wigand, 1870, S. 198
 2) F. Mendelssohn Bartholdy galt den Nationalsozialisten als Jude, obwohl schon dessen Vater zum Protestantismus übergetreten war und er selbst Mitglied der Leipziger Reformierten Gemeinde war.
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