Lehmann-Grube, Hinrich

* 21.12.1932 Königsberg1) [Ostpreußen]

Dr.jur. Hinrich Lehmann-Grube ist Kommunalpolitiker. Von 1990 bis 1998 war er Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, seit 1999 ist er ihr Ehrenbürger.

H. Lehmann-Grube wurde am 21.12.1932 im ostpreußischen Königsberg als Sohn des Kinderarztes Dr. Fritz Lehmann-Grube und dessen Gattin Elsa geborene Lück geboren. Im Ende des 2. Weltkrieges flüchtete sich die Familie nach Hamburg, woher seine Mutter stammte. Hier beendete er 1951 seine Schulzeit mit dem Abitur und studierte anschließend Jura.

Im Jahr 1956 wurde H. Lehmann-Grube Mitglied der SPD.

H. Lehmann-Grube heiratete im Jahr 1957 Ursula geborene Paproth. Beide haben vier Kinder.

Von 1957 bis 1967 arbeitete H. Lehmann-Grube in der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetags in Köln. Von 1967-1979 war er Beigeordneter (Dezernat Allgemeine Verwaltung) der Stadtverwaltung Köln. Im Jahr 1979 wurde er Oberstadtdirektor der Stadt Hannover, die seit 23.11.1987 eine Partnerstadt Leipzigs ist.

Im April 1990 nahm H. Lehmann-Grube die Staatsbürgerschaft der DDR an, um als SPD-Kandidat an der Kommunalwahl vom 06.05.1990 teilzunehmen. Er gewann seinen Wahlkreis und wurde Stadtverordneter in Leipzig.

Oberbürgermeister

Am 06.06.1990 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister der Stadt Leipzig gewählt.

Seine Amtszeit war vom »Leipziger Modell« geprägt: dem alternativen politischen Versuch, Probleme über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg sachorientiert zu lösen.

Bei den Direktwahlen der Oberbürgermeister vom 26.06.1994 wurde er mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Am 30.09.1997 gab Dr. H. Lehmann-Grube bekannt, dass er am 30.06.1998 in den Ruhestand gehen werde. Am 01.07.1998 übergab er die Geschäfte an seinen Nachfolger W. Tiefensee (* 1955).

Am 14.07.1999 wurde Dr. H. Lehmann-Grube zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt.

Quellen

Fußnote:
 1) heute: Kaliningrad (Russische Republik)
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