Colloredo, Hieronymus    Graf

* 30.03.1775 Wetzlar; gestorben23.07.1822 Wien

Graf Hieronymus Colloredo-Mannsfeld war österreichisch-ungarischer Militär und nahm als kommandierender General an der Völker­schlacht bei Leipzig teil.

Er war der zweite Sohn des Reichs-Vize­kanzlers Franz de Paula Gundaccar, Fürst Colloredo (1731-1807) und dessen Gemahlin Maria Isabella Gräfin von Mannsfeld (1750-1794).

Seit 1792 diente er in der kaiserlichen Armee. Im Jahr 1793 wurde er Kapitän-Leutnant, 1794 Haupt­mann, 1796 Major und im Jahr 1800 wurde er zum Oberst ernannt.

Graf Colloredo war mit Wilhelmine Gräfin von Waldstein-Wartenberg (1775-1849) verheiratet, mit der er einen Sohn (Franz, * 08.11.1802, gestorben28.05.1852) und eine Tochter (Wilhelmine, * 20.07.1804, gestorben03.12.1871) hatte.

Im Jahr 1805 wurde Graf Colloredo zum General­major ernannt, im Jahr 1809 zum Feld­marschall-Leutnant.

Für seine militärischen Verdienste erhielt Graf Colloredo am 28.05.1806 (71. Promotion) das Ritter­kreuz des Maria-Theresien-Ordens, später (1809/1810) auch dessen Kommandeurs­kreuz.

Nach dem Sieg bei Kulm wurde Graf Colloredo zum Feld­zeugmeister1) ernannt.

Am 04.09.1813 erhielt Graf Colloredo das Kommando über das erste Korps der österreichischen Haupt­armee. In dieser Funktion nahm er im Oktober 1813 an der Völker­schlacht bei Leipzig teil.

Später wurde Graf Colloredo kommandierender General in Böhmen sowie in der Steiermark.

Im Jahr 1903 erhielt eine Straße in der geplanten Garten­stadt Alt-Lößnig den Namen Graf Colloredos (Colloredo­straße, heute Ernst-Toller-Straße) - sie wurde im Jahr 1950 umbenannt. Das 1913 auf dem heutigen Rembrandt­platz errichtete Österreicher­denkmal Lößnig erinnert noch heute an ihn.

Quellen

Fußnote:
 1) entspricht dem Dienstrang eines Generals der Infanterie
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