Ackerknecht, Eberhard

* 11.06.1883 Baiersbronn, gestorben02.10.1968 Zürich

Professor Dr. med.vet. Dr. med. h.c. Eberhard Ackerknecht war Veterinär­mediziner und Hochschul­lehrer in Stuttgart, Zürich, Leipzig, München und Berlin.

Nach dem Studium an der Tier­ärztlichen Hoch­schule Stuttgart pro­movierte er am 28.10.1911 in Stutt­gart zum Dr. med.vet. und ging noch im selben Jahr nach Zürich.

Im Jahr 1914 wurde er in Zürich Privat­dozent, 1921 Titular­professor und 1925 ordent­licher Professor.

Seit 1924 war Dr. E. Ackerknecht Schweizer Staats­bürger.

Von 1933 bis 1945 war Prof. Dr. E. Ackerknecht ordent­licher Professor und Direktor des Veterinär-Anatomischen Instituts der Uni­versität Leipzig. Nach Kriegs­ende wurde er zum Dekan der Veterinär­medizinischen Fakultät gewählt. Unter der US-amerikanischen Ver­waltung wirkte er im Früh­sommer 1945 bei der Ent­nazifizierung der Uni­versität mit, verließ jedoch Leipzig mit der Über­gabe der Stadt an die sowjetische Ver­waltung und ging in die Schweiz zurück.

1945-1949 wirkte er wieder in Zürich. Hier arbeitete er als Redakteur am »Schweizer Lexikon« und als Dozent an der Volks­hochschule Zürich, die er 1919 mit­begründet hatte.

Von 1949 bis 1951 lehrte er in München, 1951 bis zur Emeritierung 1955 an der Freien Uni­versität Berlin, wo ihn die Medizinische Fakultät im Jahr 1953 zum Ehren­doktor ernannte. Im Jahr 1964 erhielt er das Große Verdienst­kreuz des Verdienst­ordens der Bundes­republik Deutschland.

Professor Dr. E. Ackerknecht war Mit­glied oder Ehren­mitglied u.a. der Sächsischen Aka­demie der Wissen­schaften, der Deutschen Aka­demie der Natur­forscher »Leopoldina«, der Natur­forschenden Gesell­schaft Schaff­hausen und der Welt­vereinigung der Veterinär­anatomen.

Am 02.10.1968 starb Professor Dr. Eberhard Ackerknecht im Alter von 85 Jahren in Zürich.

Die Veterinär­medizinische Fakultät der Uni­versität Leipzig ver­gibt seit 2001 all­jährlich den Ackerknecht-Preis für hervor­ragende Lehre.

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Quellen

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