Der kurfürstlich sächsische Hof- und Justizrat Dr. Johann Ernst Kregel war Handels- und Ratsherr sowie Stifter in Leipzig. Er war Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Abtnaundorf (seit 1696) und Güldengossa (seit 1720).
In den Jahren 1695/97 ließ er sein Haus Feuerkugel im Neumarkt neu errichten.
Im Jahr 1697 wurde J. E. Kregel durch den Kurfürsten von Sachsen Friedrich August I. (1670-1733, »der Starke«) in den Reichsritterstand mit dem Adelsprädikat »von Sternbach« erhoben.
Er initiierte den Bau des als Hospital, Zucht- und Waisenhaus genutzten Georgenhauses und wurde 1701 dessen erster Vorsteher. Für den Bau des Turmes stiftete er zwischen 1700 und 1704 insgesamt 1.637 Thaler, 5 Groschen und 9 Pfennige.
Am 28.01.1704 stiftete er 2.500 Thaler, deren Zinsen für die Beschaffung von Getränken für die Thomasschule verwendet werden sollten. Im Gegenzug durfte er und seine Nachfahren einen Schüler zur Aufnahme in die Thomasschule vorschlagen. Außerdem sollten die Schüler jährlich am 24.08. (Bartholomäi, der Geburtstag des Stifters) ein Lied vor dessem Haus singen.
Am 02.01.1706 stockte er die Stiftung für die Thomasschule um 500 Thaler auf. Er durfte nun einen zweiten Schüler vorschlagen; ein Thomaner sollte jeden 24.08. eine lateinische Lobrede halten.
Am 30.10.1727 war J. E. Kregel von Sternbach
der Taufpate für den
Bach-Sohn
Ernst Andreas Bach
(
01.11.1727).
In seinem Testament vom 07.06.1728 stiftete J. E. Kregel von Sternbach ein Kapital in Höhe von 1.000 Thalern dem Almosenamt; es wurde nach seinem Tode am 06.03.1732 ausgezahlt.
Am 26.12.1731 starb Johann Ernst Kregel von Sternbach im Alter von 79 Jahren in Leipzig. Sein gleichnamiger Sohn, der Landkammerrat Johann Ernst Kregel von Sternbach erbte die Rittergüter.
Im Jahr 1907 wurde eine Straße im Leipziger Stadtteil Thonberg nach ihm benannt (Kregelstraße).