Kregel von Sternbach, Johann Ernst

* 13.08.1652 Magdeburg; gestorben26.12.1731 Leipzig

Der kurfürstlich sächsische Hof- und Justiz­rat Dr. Johann Ernst Kregel war Handels- und Rats­herr sowie Stifter in Leipzig. Er war Erb-, Lehn- und Gerichts­herr auf Abtnaundorf (seit 1696) und Güldengossa (seit 1720).

In den Jahren 1695/97 ließ er sein Haus Feuerkugel im Neumarkt neu errichten.

Im Jahr 1697 wurde J. E. Kregel durch den Kur­fürsten von Sachsen Friedrich August I. (1670-1733, »der Starke«) in den Reichsritter­stand mit dem Adels­prädikat »von Sternbach« erhoben.

Er initiierte den Bau des als Hospital, Zucht- und Waisen­haus genutzten Georgen­hauses und wurde 1701 dessen erster Vorsteher. Für den Bau des Turmes stiftete er zwischen 1700 und 1704 insgesamt 1.637 Thaler, 5 Groschen und 9 Pfennige.

Am 28.01.1704 stiftete er 2.500 Thaler, deren Zinsen für die Beschaffung von Getränken für die Thomas­schule verwendet werden sollten. Im Gegen­zug durfte er und seine Nach­fahren einen Schüler zur Aufnahme in die Thomas­schule vorschlagen. Außerdem sollten die Schüler jährlich am 24.08. (Bartholomäi, der Geburtstag des Stifters) ein Lied vor dessem Haus singen.

Am 02.01.1706 stockte er die Stiftung für die Thomas­schule um 500 Thaler auf. Er durfte nun einen zweiten Schüler vorschlagen; ein Thomaner sollte jeden 24.08. eine lateinische Lob­rede halten.

Am 30.10.1727 war J. E. Kregel von Sternbach der Tauf­pate für den Bach-Sohn Ernst Andreas Bach (gestorben01.11.1727).

In seinem Testament vom 07.06.1728 stiftete J. E. Kregel von Sternbach ein Kapital in Höhe von 1.000 Thalern dem Almosen­amt; es wurde nach seinem Tode am 06.03.1732 ausgezahlt.

Am 26.12.1731 starb Johann Ernst Kregel von Sternbach im Alter von 79 Jahren in Leipzig. Sein gleich­namiger Sohn, der Landkammer­rat Johann Ernst Kregel von Sternbach erbte die Rittergüter.

Im Jahr 1907 wurde eine Straße im Leipziger Stadt­teil Thonberg nach ihm benannt (Kregel­straße).

Quellen

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