Hoffmann, Oskar Freiherr von

* 22.10.1832 Triest; gestorben01.05.1912 Leipzig

Oskar Freiherr von Hoffmann war Bankier, Privatier, Übersetzer und Multi­millionär in Leipzig.

Er wurde am 22.10.1832 als dritter Sohn des Leipziger Bankiers Ludwig Ferdinand Freiherr von Hoffmann (1796-1856) und dessen Gattin Pauline geborene Mayer-Frege in Triest geboren. Er war lutherischer Konfession.

Zunächst arbeitete er im Bank­haus seines Vaters in New York. Im Jahr 1864 kam er aus Amerika nach Leipzig zurück.

Am 14.09.1864 heiratete er in Abtnaundorf Eveline Becker (1842-1913), mit der er drei Töchter hatte. Seine Tochter Martina (* 1869) heiratete 1894 den reichen Kaufmann Bernhard Limburger (gestorben1905).

Als Anhänger der theosophischen Bewegung übersetzte von Hoffmann die Meditations­schrift Light on the Path der englischen Schrift­stellerin Mabel Collins (1851-1927) ins Deutsche; die Über­setzung wurde 1888 im Leipziger Verlag von Grieben als Licht auf dem Weg ver­öffentlicht. Ein Jahr später erschien auch eine weitere Über­setzung eines Werks dieser Autorin als Das Lied von der weißen Lotos.

Am 23.12.1903 wurde der seinem Vater verliehene Adels- und Freiherren­titel königlich sächsisch anerkannt.

Im Jahr 1906 machte von Hoffmann die Bekannt­schaft mit Rudolf Steiner (1861-1925) und gilt seitdem als einer der ältesten Anthropo­sophen.

Für das Jahr 1912 wird das Vermögen von Hoffmanns mit 12 Millionen Mark, sein jährliches Ein­kommen mit 720.000 Mark angegeben. Er war damit zu dieser Zeit, gemeinsam mit Bernhard Freiherr von Tauchnitz (1841-1921), der reichste Mann Leipzigs.

von Hoffmann gehörten in Leipzig 28 Häuser, u.a. sein Wohnhaus Augustus­platz 7 (1929 abgebrochen und mit dem Europa­haus überbaut), sowie großer Grund­besitz in Kleinzschocher und Plagwitz. Seiner Frau gehörten ebenfalls einige Häuser.

Oskar Freiherr von Hoffmann starb am 01.05.1912 im Alter von 79 Jahren in Leipzig.

Quellen

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