Dohnanyi, Hans von

* 01.01.1902 Wien; †1) 09.04.1945 KZ Sachsenhausen

Hans von Dohnanyi war Jurist.

H. von Dohnanyi wurde am 01.01.1902 in Wien als Sohn des ungarischen Pianisten und Komponisten Ernő von Dohnányi (1877–1960) geboren. Da seine Abstammung nicht den national­sozialistischen Prinzipien genügte, wurde er auf Weisung Hitlers später »arisiert«.

von Dohnanyi arbeitete seit 1929 im Reichs­justizministerium.

von Dohnanyi war verheiratet und ein Schwager von D. Bonhoeffer (1906–1945). Sein Sohn Klaus von Dohnanyi (* 1928) war 1981–1988 Erster Bürger­meister von Hamburg, sein Sohn Christoph von Dohnányi (* 1929) wurde Dirigent und Theater­intendant.

Seit 1934 beteiligte sich von Dohnanyi am zivilen bürgerlichen Wider­stand gegen den National­sozialismus, wobei er eng mit dem Ober­bürgermeister der Stadt Leipzig C. F. Goerdeler (1884–1945) zusammen­arbeitete.

Im Jahr 1938 wurde er als Reichs­gerichts­rat nach Leipzig versetzt.

Nach gescheiterten Attentats­versuchen auf den Reichs­kanzler und »Führer« A. Hitler (1889–1945) im März 1943 wurde von Dohnanyi am 05.04.1943 verhaftet und am 09.04.1945 im Alter von 43 Jahren hingerichtet.

Im Jahr 2001 wurde eine Straße in der Leipziger Ost­vorstadt nach H. von Dohnanyi benannt (Dohnanyi­straße).

Quellen

Weblinks

Fußnote:
 1) hingerichtet
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