d’Arrest, Heinrich Louis

* 13.08.1822 Berlin; † 14.06.1875 Kopenhagen

Professor Dr.phil. h.c. Heinrich Louis d’Arrest war Astronom in Berlin, Leipzig und Kopenhagen.

Er war zunächst Zweiter Assistent an der Stern­warte Berlin (1845–1848). Dort entdeckte er 1846 den Planeten Neptun1).

Am 1. Mai 1848 begann er seine Tätig­keit als Observator an der Uni­versitäts-Stern­warte Leipzig.

Im Jahr 1849 wurde er Mit­glied der König­lich Sächsischen Gesell­schaft der Wissen­schaften.

Im Jahr 1850 wurde d’Arrest zum Ehren­doktor der Philo­sophischen Fakultät der Universität Leipzig ernannt, am 26. April 1851 habilitierte er sich hier. Im Früh­jahr 1852 wurde er (um einen Weg­gang nach Washington zu verhindern) zum außer­ordentlichen Professor der Astronomie ernannt.

Am 4. November 1851 heiratete d’Arrest in Leipzig Auguste Emilie Möbius2) (* 19.10.1822 Leipzig; † 28.12.1897 Kopenhagen), mit der er eine Tochter (Doris Sophie, * 05.03.1853 Leipzig) und einen Sohn (Louis, * 31.03.1855 Leipzig) hatte.

D’Arrest entdeckte einen Planetoiden, mehrere Kometen und über 200 Galaxien.

D’Arrest initiierte und förderte die Errichtung der neuen Stern­warte im Johannistal.

Im September 1857 verließ d’Arrest Leipzig und wirkte seitdem als ordent­licher Professor der Astronomie an der Universität Kopenhagen (1857–1875).

Quellen


 1) den Ruhm erhielt allerdings sein Vorgesetzter J. G. Galle (1812–1910)
 2) die Tochter des Leipziger Mathematikers und Astronomen August Ferdinand Moebius (1790–1868)
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