Albrecht

* 1158; gestorben24.06.1195 Krummen­hennersdorf bei Frei­berg / Sachsen

Albrecht »der Stolze« war ein Fürst aus dem Hause Wettin. Seit 1190 war er Landes­herr der Stadt Leipzig.

Albrecht war der ältere Sohn des Mark­grafen von Meißen Otto (»dem Reichen«, 1125-1190) und dessen Gattin Hedwig (gestorben1203). Er war Graf von Merse­burg. Im Jahr 1186 heiratete er in Aussig Sophie von Böhmen (gestorben1195), mit der er eine Tochter, Christine, hatte, die Hartmann von Lodbeburg heiratete.

Gegen den Willen seines Vaters, der Albrechts jüngeren Bruder Dietrich (»den Bedrängten«, 1162-1221) bevor­zugt hatte, wurde Albrecht im Jahr 1190 vom deutschen König als Mark­graf von Meißen ein­gesetzt. Noch im gleichen Jahr bestätigte der neue Landes­herr den Oster- und Michaelis­markt der Stadt Leipzig.

Im Kampf mit seinem Bruder um den Mark­grafen­titel flüchtete sich Albrecht im Jahr 1194 nach Leipzig.

Markgraf Albrecht starb am 24.06.1195 durch Gift. Er wurde im Kloster Alt­zelle begraben. Da er keine männ­liche Erben hinter­ließ, zog der deutsche König Heinrich VI. (1165-1197) von Hohen­staufen die Mark Meißen als er­ledigtes Reichs­lehen ein. - Nach dem Tode des Königs wurde Albrechts Bruder Dietrich im Jahr 1197 mit der Mark Meißen belehnt.

Quellen

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