Die Lutherkirche war das Gotteshaus der
evangelisch-lutherischen Lutherkirchgemeinde der Leipziger Westvorstadt.
Sie befindet sich westlich der Leipziger Altstadt am Rande des
Johannaparks auf der
Südostseite der
Ferdinand-Lassalle-Straße
(ursprünglich »Bismarckstraße«) gegenüber der
Einmündung der
Schreberstraße
(Adresse: Schreberstraße 5; vgl.
Karte und
Stadtplan bei LVZ-Online
). Die Kirche hat
einen 58 m hohen Turm.
Die Kirche wurde zwischen 1884 und 1887 auf der ehemaligen Martorffer Wiese nach einem Entwurf des Architekten J. Zeißig (1855-1930) im neogotischen Stil erbaut. Sie wurde 04.04.1886 geweiht und erhielt den Namen des Theologen und Reformators Dr. M. Luther (1483-1546).
Das Hauptportal an der Ferdinand-Lassalle-Straße zeigt das Lamm Gottes mit Siegesfahne und dem Buch des Lebens, auf der holzgeschnitzten Brüstung der Kanzel sind die vier Evangelisten mit ihren Symbolen dargestellt. In der äußeren Chorwand befindet sich die Grabanlage der Familie Seyfferth.
Die Orgel der Lutherkirche wurde 1886 von Richard Kreutzbach gebaut und schon 1888 bei einem Brand beschädigt. Nach einer Restaurierung in Saalfeld wurde sie im August 2000 erneut geweiht.
Nach der am 01.04.2002 erfolgten Vereinigung der Luthergemeinde mit der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Thomas-Matthaei ist eine Nutzung der Lutherkirche als Konzertsaal, Begegnungsstätte oder Ausstellungshalle denkbar.
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