Siebach, Konrad

* 09.10.1912 Pausa (Vogtland); gestorben22.09.1995 Leipzig

Professor Konrad Siebach war Solo-Kontra­bassist und Musik­lehrer in Leipzig.

Er wurde am 09.10.1912 als achtes Kind des selbständigen Stickers Bruno Spitzbarth im vogt­ländischen Pausa geboren und hieß zunächst Konrad Spitz­barth. Nach der Schul­zeit absolvierte er eine vier­jährige Lehre an der Stadt­kapelle Schleiz, gleich­zeitig erhielt er regel­mäßigen Unter­richt von Alfred Hebold, dem 1. Bassisten des Stadt­theaters Plauen.

Nach einigen Engagements in verschiedenen Kur­orchestern sowie Groß­städten studierte er ein Jahr beim Solo­bassisten des Staats­theaters Stuttgart, Alfred Gräser, sowie ab dem 01.01.1935 an der Orchester­schule der Sächsischen Staats­kapelle Dresden.

Vom 01.09.1937 bis zum 31.07.1978 war Spitzbarth Mitglied des Gewandhaus­orchesters zu Leipzig. Ab dem 01.11.1947 wirkte er in Nach­folge von Max Alfred Schulz (1882-1956) als 1. Solo-Kontra­bassist.

Von 1954 bis 1992 lehrte Spitzbarth, der seinen Namen 1955 zu Konrad Siebach ändern ließ1), an der Leipziger Hoch­schule für Musik. Am 20.11.1991 erhielt er den Titel »Professor«.

Am 22.09.1995 starb Professor Konrad Siebach im Alter von 82 Jahren in Leipzig.

Weblinks

Quellen

Fußnote:
 1) zur Distanzierung von W. Ulbricht, der im Volksmund mit den Attributen »Spitzbart, Bauch und Brille« in Verbindung gebracht wurde. Offiziell wurde die Namens­änderung beim Rat der Stadt Leipzig damit begründet, dass der Name für einen Künstler abträglich sei; der tat­sächliche Grund war dem Ministerium für Staats­sicherheit aber durchaus bekannt.
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