Geithainer Eisenbahn

Die Geithainer Eisenbahn ist eine überwiegend eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke, die von Leipzig über Bad Lausick nach Geithain führt. Sie wurde im Jahr 1887 von den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen eröffnet und war die siebente Eisenbahnstrecke, die die Stadt Leipzig berührt.


Streckenverlauf
Hauptbahnhof S
Ende Elektrifizierung
Brandenburger Brücke
Volkmarsdorf
H.-Liebmann-Brücke
Kohlweg
Torgauer Straße
Püchauer Straße
Wurzner Straße
Leipzig-Paunsdorf
Theodor-Heuss-Straße
Werkstättenstraße
Geithainer Straße
Engelsdorfer Straße
Leipzig-Mölkau
Zweinaundorfer Str.
Kärrnerstraße
Stötteritzer Landstr.
Leipzig-Holzhausen
Holzhausener Straße
L.-Liebertwolkwitz
Naunhofer Landstr.
Großpösnaer Straße
Muldentalstraße
A 38
Gemeinde Großpösna

Verlauf

Die 44 Kilometer lange Strecke begann ursprünglich am Dresdner Bahnhof, der 1912/1915 durch den Hauptbahnhof ersetzt wurde. Am Anfang verläuft sie wenige Meter südlich parallel zur Dresdner Eisenbahn nach Osten, bis sie östlich des Bahnhofs Leipzig-Pauns­dorf nach Südosten abbiegt und über Liebertwolkwitz und Bad Lausick nach Geithain führt, wo sie in die schon 1872 eröffnete und in Neukieritzsch von der Bayerischen Eisenbahn abzweigende Strecke Leipzig – Borna – Geithain – Chemnitz einmündet. Auf dem heutigen Leipziger Stadtgebiet durchquert sie die Gemarkungen Leipzig, Volkmarsdorf, Sellerhausen, Stünz, Mölkau, Zwei­naundorf, Holz­hausen, Zuckelhausen und Liebertwolkwitz.

Geschichte

Nachdem der sächsische Landtag am 20. März 1885 den Bau der schon seit 1850 geforderten Eisenbahn beschloss, fand am 24. August 1885 der erste Spatenstich statt. Am 30. April 1887 wurde die gesamte Strecke festlich eröffnet, am 2. Mai 1887 erfolgte die Inbetriebnahme.

Am 01.04.1920 ging die Geithainer Eisenbahnstrecke mit den Sächsischen Staatseisenbahnen in der Reichsbahn auf.

Ab dem 30.08.1924 wurde die Strecke von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft betrieben.

Ein nach 1914 gebautes zweites Gleis zwischen Paunsdorf und Liebertwolkwitz musste 1946/1948 als Reparationsleistung an die Sowjetunion wieder demontiert werden.

Nach der Geithainer Eisenbahn wurde unter anderem die Geithainer Straße benannt.

Literatur

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