
Der seit 1892 (!, in anderem Verlauf) geplante und seit 2003 in Bau befindliche City-Tunnel Leipzig (CTL) soll in zwei unterirdischen Röhren den Hauptbahnhof mit dem Bayrischen Bahnhof verbinden und damit einen effektiven S-Bahn-Verkehr in Nord-Süd-Richtung zur besseren Anbindung der umliegenden Städte ermöglichen.
An dem 3.900 m langen Tunnel sind vier unterirdische Stationen (»Hauptbahnhof« [215 m langer Mittelbahnsteig], »Markt« [140 m langer Mittelbahnsteig], »Wilhelm-Leuschner-Platz“ [140 m langer Mittelbahnsteig]; und »Bayrischer Bahnhof« [140 m langer Mittelbahnsteig]) sowie ein in einem offenen Einschnitt liegender Haltepunkt (»Semmelweisstraße« [zwei 140 m lange Seitenbahnsteige]) geplant. Die Stationen sollen im »Tagebau«, d.h. mit oben offener Baugrube, errichtet werden, während die beiden parallelen Verbindungsröhren (mit einem Durchmesser von je 9 m, ca. 8 bis 10 m unter der Erdoberfläche liegend) einzeln im »Tiefbau« unterirdisch von Süd nach Nord durch eine 70 m lange Maschine gebohrt werden.
Insgesamt waren Baukosten in Höhe von ca. 570 Millionen Euro geplant, von denen die Stadt Leipzig nur ca. 13 Millionen Euro tragen soll. Inzwischen wurde eine drastische Verteuerung bekannt.
Am 09.07.2003 erfolgte der Baubeginn in der Reichsstraße. Bis 2005 wurden entlang der künftigen Trasse alle querenden Leitungen umgelegt, dann wurde der Stationsbau begonnen. Der Vortrieb der Tunnelröhren begann im Frühjahr 2007. Die Inbetriebnahme des City-Tunnels war ursprünglich für Ende 2009 geplant, inzwischen ist mit einer Fertigstellung von 2011 nicht zu rechnen.