Friedhof Groß­zschocher

Der kirchliche Friedhof Groß­zscho­cher befindet sich im Leipziger Süd­westen (Orts­teil Groß­zscho­cher; Gemarkung Groß­zscho­cher, Flur­stücke 218 [alter Teil] und 664 [West­erweiterung]). Er führt die Adresse Hutten­straße 17a und ist 1,8 Hekt­ar groß.


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Der Friedhof wurde im Jahre 1861 von der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Groß­zscho­cher-Win­dorf angelegt und seit Anfang 1862 genutzt, nachdem am 29. Dezember 1861 der Kirchhof geschlossen wurde. Der älteste Teil liegt direkt an der Gerhard-Ellrodt-Straße (ursprünglich »Große Trift«, dann »Bahnhofstraße«, zuletzt »Weicheltstraße« ), dort war früher auch der Haupt­eingang. Erst 1885 wurde der Friedhof nach Norden bis an die heutige Huttenstraße (1896–1928 »Kirchstraße«) verlängert, wo jetzt der Haupteingang liegt.

Im Jahre 1893 errichtete der Pächter des Ritterguts Groß­zscho­cher Albert Voll­sack (1838–nach 1911) auf eigene Kosten die Be­gräbnis­kapelle und zwei Leichenhallen. Diese Stiftungen wurden am 18. Juni 1893 eingeweiht. Im Jahre 1932 wurde die bis dahin streng symmetrische Anlage nach Westen erweitert, wo sie seitdem an die Grund­stücke der Ponickaustraße grenzt.

Auf dem Friedhof Groß­zscho­cher befinden sich die Grab­male prominenter Leipziger und ihrer Familien, unter anderem Wilhelm Sammet (1901–1955, an der Ostmauer), Friedrich Schmidt (1838–1897, an der Nordmauer) und Anton Zickmantel (1838–1901, an der alten Westmauer).

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