Beckert, Herbert

* 12.10.1920 Colm­nitz bei Frei­berg; gestorben24.03.2004 Mark­klee­berg

Professor Dr.phil.habil. Dr.h.c. Ewald Herbert Beckert war Mathe­matiker und Hoch­schul­lehrer in Leipzig.

Nachdem er im Jahr 1946 sein Studium mit dem Staats­examen ab­schloss, wurde er 1947 am Mathe­matischen Institut der Uni­versität Leipzig wissen­schaft­licher Assistent bei Pro­fessor Dr. Ernst Hölder (1901-1990), als dessen Schüler er gilt. Am 11.12.1947 pro­movierte er in Leipzig zum Dr.phil., am 23.02.1949 habilitierte er sich. Am 01.04.1949 wurde er hier Dozent für Mathe­matik; am 01.10.1951 wurde er zum plan­mäßigen außer­ordentlichen Professor mit vollem Lehr­auftrag und im Jahr 1958 zum Pro­fessor mit Lehr­stuhl berufen.

Am 01.08.1959 wurde H. Beckert Direktor des Mathe­matischen Instituts der Uni­versität Leipzig. Diese Funktion behielt er bis zur Auf­lösung des Instituts im Jahr 1969. An der neu gebildeten Sektion Mathe­matik war er stell­vertretender Direktor für Forschung. Er leitete die Forschungs­gruppe »Analysis I«.

Im Jahr 1965 wurde H. Beckert für seine Arbeiten auf dem Gebiet der partiellen Differential­gleichungen mit dem National­preis der DDR ausgezeichnet. Im Jahr 1969 wurde er Mit­glied der Deutschen Akademie der Natur­forscher »Leopoldina«, am 17.10.1975 wurde er in die Sächsische Akademie der Wissen­schaften auf­genommen. Im Jahr 1978 erhielt er den Ehren­titel »Verdienter Hoch­schul­lehrer der DDR«.

Als Schüler H. Beckerts gelten u.a. die Professoren Klaus Beyer, Hans-Joachim Girlich, Dietrich Göhde, Alfred Göpfert, Harald Hilbig, Reinhard Hofmann, Lothar Jentsch, Johannes Maul, Erich Miersemann und Eberhard Zeidler (1940–2016).


Grabstätte Vollbild (269 kB!)

Im Jahr 1986 wurde H. Beckert im Alter von 65 Jahren emeritiert. Am 01.11.1986 wurde er von der Technischen Uni­versität Karl-Marx-Stadt zum Ehren­doktor ernannt.

H. Beckert war mit Ruth geborene Poppitz ver­heiratet, mit der er drei Kinder (Edda, Tina und Conrad) hatte.

Am 24.03.2004 starb Professor Dr. Herbert Beckert im Alter von 83 Jahren in Mark­kleeberg. Er wurde auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt (Abteilung I).

Quellen

Weblinks

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